Industrie zu Kern: Alte Belastungsideen gefährden Standort und Jobs

IV-GS Neumayer: Maschinen- und Vermögenssteuer völlig überholte Antworten auf zukünftige Herausforderungen – Wieder Vertrauen und damit Wachstum und Beschäftigung schaffen

Wien (OTS) - „Die Ankündigung eines ‚New Deals‘ zur Ankurbelung der Wirtschaft hat durchaus Anlass zur Hoffnung gegeben. Die heute leider einmal mehr vorgebrachten Belastungsideen sind kontraproduktiv, wenn es darum geht, das Vertrauen der Unternehmen in den Wirtschaftsstandort wieder zu stärken und damit Investitionen in Wachstum und Arbeitsplätze zu fördern. Wer ernsthaft glaubt, in einem absoluten Höchststeuerland wie Österreich durch zusätzliche Belastung von Menschen und Unternehmen Beschäftigung und Wohlstand zu generieren, unterliegt einer Fehleinschätzung. Faktisch falsch ist die Aussage wonach Österreich die niedrigsten Vermögenssteuern innerhalb der OECD habe. Bei der Steuerlast gibt es null Spielraum nach oben!“, stellte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer anlässlich der heutigen Aussagen von Bundeskanzler Christian Kern in der Ö1-Radioreihe „Journal zu Gast“ fest. Wertschöpfungsabgabe, Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich sowie eine Vermögensteuer seine „Rezepte von vorgestern. Die Herausforderungen der Zukunft – Stichwort Digitalisierung – werden keinesfalls zu lösen sein, indem wir uns in das Zeitalter der ‚Maschinenstürmer‘ zurückbewegen.“ Überdies würden internationale Beispiele wie Frankreich zeigen, wohin bestimmte Irrwege führen: „Denn nicht zuletzt hat etwa die Verkürzung der Arbeitszeit dazu geführt, dass Frankreich heute mit einer Rekordarbeitslosigkeit von etwa 3,5 Millionen arbeitssuchenden Menschen konfrontiert ist. So etwas kann wirklich niemand für Österreich wollen.“

Neumayer: Aufschwung nur durch Entlastung, Entbürokratisierung und Investitionsanreize

Statt alter Antworten brauche es dringend zukunftsweisende Ideen, die dazu geeignet seien, das volle Potenzial des heimischen Standortes, der Wirtschaft und Industrie zur Entfaltung zu bringen. Österreich zählt zu den Ländern mit der höchsten Steuer- und Abgabenquote für Unternehmen in Europa, zudem sind die Arbeitskosten in den vergangenen Jahren weit überdurchschnittlich angestiegen. Die Industriellenvereinigung (IV) habe bereits einige konkrete Punkte – etwa die Modernisierung des Arbeitszeitrechts oder einen befristeten Investitionsfreibetrag – vorgelegt, die zu kurz- und mittelfristigen Wachstumserfolgen beitragen können. „Wenn es daher einen Aufschwung der Wirtschaft und damit neue Jobs geben soll, dann kann das ausschließlich über Maßnahmen wie Entbürokratisierung sowie einer Senkung der Steuer- und Abgabenbelastung für Menschen und Unternehmen erreicht werden. Wer diesen Weg, von dem alle – Arbeitnehmer und Unternehmen – profitieren, einschlagen möchte, wird die Industrie dabei als verlässlichen Partner an seiner Seite haben“, schloss Neumayer.

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
+43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001