Kinderfreunde: Kampf gegen Ausbeutung von Kindern forcieren

Int. Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni - Kinderfreunde mahnen Kinderrechte zum Schutz für arbeitende Kinder ein

Wien (OTS) - 150 Millionen Kinder weltweit sind von Kinderarbeit betroffen – über die Hälfte der arbeitenden Kinder müssen unter schlimmsten Bedingungen gefährliche Tätigkeiten ausüben.

„Zum heutigen internationalen Tag gegen Kinderarbeit wollen wir daran erinnern, dass diesen Kindern fundamentale Kinderrechte verwehrt werden. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, den Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern in Fabriken, in der Landwirtschaft und im Dienstleistungssektor endlich ernsthaft aufzunehmen“, erklärt Daniel Bohmann, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde.

Artikel 32 der Kinderrechtskonvention schreibt fest, dass Kinder vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt zu werden müssen, in Artikel 28 ist das Recht auf Bildung festgehalten und Artikel 31 regelt das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung – all diese Kinderrechte wie auch das Recht auf Gesundheit, auf Partizipation oder auf sozial Sicherheit werden KinderarbeiterInnen verwehrt. Dass arbeitende Kinder zu ihren Rechten kommen, hat für die Kinderfreunde höchste Priorität.

„Wir wissen um die Problematik, dass Kinderarbeit insbesondere in Entwicklungsländern eine wichtige Säule für das ökonomische Bestehen von ganzen Familienverbänden ist. Das macht Kinderarbeit auch so schwer zu bekämpfen. Sie ist nicht nur durch ständig steigenden Bedarf an Rohstoffen für Industriestaaten überhaupt erst nötig, sondern wird eben auch durch strukturelle Armut und ihre Folgen vor Ort befördert. Hier muss an mehreren Schrauben gedreht werden:
Entwicklungszusammenarbeit erhöhen, wirksame Gesetzte schaffen, Bildungschancen von Kindern erhöhen und Kinderarbeit zum Thema machen“, erklärt Bohmann.

Weiters weisen die Kinderfreunde darauf hin, dass auch arbeitende Kinder ein Recht auf Partizipation haben. Das bedeutet auf der einen Seite das Recht sich zu organisieren und gewerkschaftlich zu vertreten und andererseits, dass PolitikerInnen bei allen Maßnahmen Kinderarbeit betreffend, KinderarbeiterInnen in den Diskussionsprozess miteinbeziehen.

„Die Kinderrechtskonvention ist ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Kinderarbeit und Kinderarmut – statt des bloßen Bekenntnisses zu den Kinderrechten, muss aber auch die Bereitschaft erkennbar sein, diese zu exekutieren. Hier haben beinahe alle Staaten, die die Kinderrechtskonvention ratifiziert haben, Nachholbedarf“, schließt Bohmann.

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