„Kulturmontag“: US-Künstler über Trump-Mania, alte und neue Hüte im Wien Museum, Manifesta-Kurator Christian Jankowski im Porträt

Außerdem: Highlights des „Red Ribbon Celebration Concert“ aus dem Wiener Burgtheater

Wien (OTS) - Höchst abwechslungsreich wird der „Kulturmontag“ am 13. Juni 2016, den Clarissa Stadler um 22.30 Uhr in ORF 2 präsentiert. So geht die Sendung dem umstrittenen Erfolg des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auf den Grund und spricht dazu mit Künstlern und Intellektuellen wie John Irving oder George Clooney. Weitere Themen sind u. a. die Kulturgeschichte der Kopfbedeckung, die das Wien Museum ins Zentrum einer neuen Schau stellt, aber auch ein Porträt des Aktions- und Konzeptkünstlers Christian Jankowski, der aktuell als Kurator der Zürcher Kunstbiennale Manifesta aufhorchen lässt. Anschließend an das Magazin stehen die Höhepunkte des heute Abend, am 10. Juni, im Wiener Burgtheater stattfindenden „Red Ribbon Celebration Concert“ (23.15 Uhr) auf dem Programm.

Donald Trumps Erfolg – Irving, Hustvedt, Clooney und Co. über den republikanischen Haudrauf

Mit rassistischen und hetzerischen Sprüchen schlägt sich US-Milliardär Donald Trump durch den Vorwahlkampf um die Kandidatur als republikanischer Präsidentschaftskandidat – und streift einen Sieg nach dem anderen ein. Noch vor einem halben Jahr, als der Bau-Tycoon verkündete, er wolle der nächste US-Präsident werden, hielten ihn die meisten Kommentatoren für einen großmäuligen Polit-Clown, für eine Karikatur des Kapitalismus. Mittlerweile hat er 16 Konkurrenten aus dem Feld geschlagen. Wie ist dieser Erfolg zu erklären? Was treibt Trump an? Der „Kulturmontag“ fragt bei US-Künstlern und Intellektuellen nach, die es wissen müssen, u. a. Wayne Barrett, Grandseigneur des US-Journalismus und Trump-Biograf, der diesen für einen lediglich am persönlichen Erfolg interessierten Narziss hält, die junge Performancekünstlerin Illma Gore, die aufgrund ihres wenig schmeichelhaften Aktporträts von Donald Trump zahlreiche Mord- und Klagedrohungen erhalten hat, weiters US-Literaturstar John Irving, der die Rolle der Medien kritisiert, die Trump eine solche Publicity ermöglichen, oder Schriftstellerin Siri Hustvedt, die meint, mit Donald Trump haben frauenverachtende und rassistische Weiße ein Sprachrohr bekommen. Nur George Clooney beschwichtigt: „Einen Präsident Trump wird es nicht geben.“

Über alte und neue Hüte – Kulturgeschichte der Kopfbedeckung im Wien Museum

Sie ist Fashion-Statement, Zeichen politischer oder religiöser Zugehörigkeit und Symbol von Macht und Selbstbestimmtheit – die Kopfbedeckung. Im Revolutionsjahr 1848 trafen Zylinder auf Arbeitermützen, in den 1930er Jahren griffen emanzipierte Frauen wie Marlene Dietrich zu Männerhüten und heute dominiert die Kopftuchdebatte die Diskussion um das bedeckte Haupt. Unter dem Titel „Chapeau! Eine Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes“ zeigt eine Ausstellung im Wien Museum die vielen Facetten der Kopfbedeckung – von der Blütezeit der Wiener Hutmanufakturen Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, in der sich aktuell wieder ein Modetrend zum bedeckten Kopf abzeichnet. Davon profitieren Traditionsbetriebe wie der von Klaus Mühlbauer oder jener der Geschwister Mauerer, aber auch Neueinsteiger wie der britische Shootingstar Piers Atkinson, der Lady Gaga, Cate Blanchett, aber auch die Royal Family zu seinen Kunden zählt. Der „Kulturmontag“ berichtet über alte und neue Hüte.

Christian Jankowski kuratiert Zürcher Biennale Manifesta 11 – der Kunst-Player im Porträt

Der deutsche Konzept- und Aktionskünstler Christian Jankowski, bekannt für seine gewitzt-provokative Art die kommerzialisierte Gesellschaft zu hinterfragen, gilt als Brückenbauer zwischen zeitgenössischer Kunst und der Welt außerhalb der Kunst. Heuer ist er Kurator der Zürcher Kunstbiennale Manifesta 11, die morgen eröffnet. Das Motto, das er ausgegeben hat: „What Do You Do for Money – Some Joint Ventures“. Jankowski befördert dafür den Dialog zwischen Künstlern und Berufstätigen aus anderen Professionen. So bringt er Maurizio Catellan mit einer paralympischen Sportlerin zusammen, Michel Houellebecq mit einem Arzt, Teresa Margolles mit Sex-Arbeiterinnen und Santiago Sierra mit einem Sicherheitsberater. Der „Kulturmontag“ hat sich auf der Manifesta umgesehen und zeichnet ein Porträt Jankowskis.

Außerdem: „Red Ribbon Celebration Concert“ (23.15 Uhr)

Schon seit 2012 ist das „Red Ribbon Celebration Concert“ ein wichtiges Standbein der Organisation AIDS LIFE und wurde bisher von Persönlichkeiten wie Bill Clinton, Anna Netrebko, Antonio Banderas, Al Jarreau, Piotr Beczala, Gregory Porter, Michael Schade, Barbara Eden, Ben Becker, Nicholas Ofczarek und den Wiener Philharmonikern unterstützt.
2016 steht das Konzert im Wiener Burgtheater ganz im Zeichen der mythischen Figur Orpheus und seiner Reise in die Unterwelt, wo er mit seinem Gesang versucht, seine geliebte Eurydike in die Welt der Lebenden zurückzuholen. Auf der Bühne ist es eine Reise durch die Musik- und Literaturepochen, u. a. mit Auszügen aus den Opern von Claudio Monteverdi und Christoph Willibald Gluck, Stücken von W. A. Mozart und Franz Liszt bis zur zeitgenössischen Soulmusik und literarischen Bearbeitungen von Ovid bis Ingeborg Bachmann.

Der „Kulturmontag“ wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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