SJ-Herr: „Rechtsextremen muss Einhalt geboten werden!“

Sozialistische Jugend fordert nach erneutem Sturm der Identitären klare Distanzierung der Politik, insbesondere durch die FPÖ

Wien (OTS) - Nach dem Bühnensturm auf eine Aufführung von „Die Schutzbefohlenen“ in Wien stürmten nun rund 10 Identitäre eine Universitätsvorlesung zum Thema Flucht und Asyl in Klagenfurt. „Die Art und Häufigkeit mit der diese rechtsextreme Gruppe Veranstaltungen stört, ist erschreckend. Sie verbreiten nicht nur ihre menschenverachtende Ideologie, sie akzeptieren auch keine gegenteilige Meinung und scheut nicht vor Gewalt zurück“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend.

Als Teil der Neuen Rechten sind die Identitären nicht minder gefährlich, sie kleiden ihren Rassismus bloß in neue Worte. „Auch ohne von Rassen zu sprechen, kann man rassistisch sein“, erklärt Herr. Ziel der Identitären ist eine „homogene Volksgemeinschaft“ in der Menschen mit „falscher“ Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung keinen Platz haben. „Die Identitären müssen daher als das erkannt werden, was sie sind: Feinde einer Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt leben können“, so Herr und sieht in ihnen eine Gefahr für Demokratie und Minderheiten.

Neben der mehrmaligen Störung von Veranstaltungen, fielen die Identitären zuletzt auch mit der Besetzung des Parteihauses der Grazer Grünen auf. Bei der FPÖ wiederum scheint all dies niemanden zu stören, lädt doch beispielsweise der burgenländische RFJ Identitäre gerne zu Veranstaltungen ein. „Es ist lächerlich, wenn Strache sich zwar als Verteidiger der Demokratie im Kampf gegen angeblichen Wahlbetrug inszenieren möchte, diese Zusammenarbeit aber kommentarlos akzeptiert. Wenn Strache es ernst meint mit Demokratie, dann muss er sich endlich von den Identitären distanzieren!“, fordert Herr.

Diesen Samstag werden die Identitären wieder durch Wien marschieren und haben dazu Rechtsextreme aus ganz Europa eingeladen. „Wir müssen uns diesem Aufmarsch entgegenstellen. Rassismus darf keinen Platz in unserer Gesellschaft, auf unseren Straßen und in der Politik haben!“, so Herr. Sie ruft auf, sich beim Gegenprotest der Offensive gegen Rechts zu beteiligen.

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