Neues Volksblatt: "Stürmer Lopatka" von Harald GRUBER

Ausgabe vom 10. Juni 2016

Linz (OTS) - Ein ballführender Stürmer, zwei gegnerische Verteidiger. Ein Verteidiger von links, der zweite Verteidiger kommt von rechts. Wie soll der Stürmer da durch und damit zum Torerfolg kommen?
Wie das geht, hat nun ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka mit dem ihm eigenen politischen Spielwitz vorgeführt. Dieses Video zum Thema „Wie mache ich eine ÖVP-Kandidatin gegen den Willen der Gegenspieler SPÖ und FPÖ zur Rechnungshof-Präsidentin“ wird Lopatka wohl noch seinen politischen Enkeln mit verschmitztem Lächeln vorspielen. Und das zu Recht!
Also Stürmer gegen zwei Verteidiger mit anschließendem Tor geht so:
Man deutet erst den Haken nach rechts an. Hin zu einer der FPÖ genehmen Kandidatin und täuscht damit eine Mehrheit aus ÖVP, FPÖ und Team Stronach vor. Damit ist Verteidiger FPÖ einmal kaltgestellt. Dann folgt ein Haken nach links: Der Verteidiger SPÖ wird vor eine Alternative gestellt — entweder die ÖVP zieht das Ding mit FPÖ und Team Stronach durch, oder die SPÖ akzeptiert die eigentliche ÖVP-Favoritin Margit Kraker. So ist auch Verteidiger SPÖ aus dem Spiel. Der Weg zum Tor ist frei. „Lopi“ Lopatka netzt ein.
Da mag Stürmer Lopatka in den letzten Monaten inner- und außerkoalitionär etliche gelbe Karten kassiert haben und von Trainer Mitterlehner auch sogar kurzfristig aus dem Spiel genommen worden sein — so sind sie halt, die Stürmer. Solange sie treffen, sind und bleiben sie unersetzlich.

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