OECD-Bericht - Czernohorszky: „Chancen-Index für Wiener Schulen wichtiger denn je!“

Wien (OTS/RK) - „Der OECD-Bericht zum Einsatz von Mitteln im österreichischen Bildungssystem zeigt einmal mehr die Notwendigkeit auf, vor allem in Schulen zu investieren, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Eine Schulfinanzierung auf Basis eines Chancen-Index wäre vor allem für viele Wiener Schulen ein wichtiger Schritt!“ reagierte Wiens Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky auf die Ergebnisse des heute veröffentlichten OECD-Ressourcenberichts.

„Bildungschancen werden in Österreich noch immer vererbt. Um dies zu ändern, braucht es eine transparente und gerechte Schulfinanzierung auf Basis eines Chancen-Index“, so Czernohorszky. Gerade in einer Großstadt wie Wien zeige sich, „je höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto höher die Chancen der Kinder auf einen eben solchen Abschluss“, betonte der Wiener Stadtschulratspräsident. „Und diese ungleichen Ausgangsbedingungen sind auch noch ungleich auf die Schulen verteilt: Je 10 Prozent der Volksschulstandorte in Österreich haben eine hohe oder sehr hohe soziale Benachteiligung, in Wien sind es 35 Prozent mit sehr hoher und 22 Prozent mit hoher Benachteiligung!“

Gerade diese Schulen bräuchten an ihre Rahmenbedingungen angepasste zusätzliche Ressourcen, um ihren Schulalltag an den individuellen Voraussetzungen der SchülerInnen zu orientieren. „Der Chancen-Index muss vor allem den Bildungshintergrund der Eltern in den Vordergrund stellen“, so Czernohorszky. „.Je höher der Chancen-Index, desto mehr Mittel stehen zur Verfügung. Auf Basis des Chancen-Index könnte jedes Kind unabhängig von seiner Herkunft optimal gefördert werden!“

Gemeinsame Schule und Ganztagsschule

Chancengerechtigkeit ist laut OECD aber auch eng mit den Themen „gemeinsame Schule“ und „Ganztagsschule“ verknüpft: „Hier spricht sich Wien schon seit langem gegen eine frühe Differenzierung der SchülerInnen und für eine gemeinsame Schule aller 10- bis 14-Jährigen aus“, so Czernohorszky. „Und auch die Ganztagsschule war Wien immer ein besonderes Anliegen, weil sie bestmögliche Unterstützung für alle SchülerInnen ermöglicht und soziale Unterschiede ausgleicht.“

Insgesamt zeige der OECD-Ressourcenbericht wie so viele aktuelle Studien und Berichte zum Thema Bildung, „dass der Weg in Richtung einer Schule gehen muss, die faire Chancen bietet, und zwar allen Kindern. Daran werden wir in Wien auch intensiv weiter arbeiten!“

Rückfragen & Kontakt:

Michaela Zlamal
Stadtschulrat für Wien
Mediensprecherin
Büro des Amtsführenden Präsidenten
Wipplingerstraße 28, 1010 Wien
Tel.: 01 525 25 77019
Mobil: 0664 819 87 52
Email: michaela.zlamal@ssr-wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0013