Samariterbund: Plantschen, Baden und Schwimmen für Kinder gefährlich

Mit Know-how auf Badeunfälle von Kindern vorbereitet sein. Der Samariterbund bietet Kurse für Erwachsene an, damit sie im Notfall rasch helfen können

Wien (OTS) - „Schwimmflügel sind kein Ersatz für die Aufmerksamkeit von Erwachsenen“, erklärt Elisabeth Zwingraf, Leiterin der Landesschulung beim Samariterbund Wien. „Kleinkinder können schon in ganz seichtem Wasser ertrinken.“ Vor allem in der sommerlichen Hitze kommt es jedes Jahr beim Baden im Freien zu Unfällen. Grundsätzlich gilt: In der Nähe von Gewässern sollten Kleinkinder nie unbeaufsichtigt und höchstens drei Schritte von erwachsenen Begleitpersonen entfernt sein. Aber auch ältere Kinder, die bereits schwimmen können, sollten immer im Auge behalten werden.
In Österreich ertrinken im Schnitt drei Kinder pro Jahr. Zwei davon sind jünger als fünf Jahre. Solche Katastrophen sind fast nie die Folge mangelnder Aufsichtspflicht in städtischen Freibädern. Das Unfassbare geschieht meist im eigenen Garten und unter Aufsicht von Erwachsenen, die zwar in Hör- und Sichtweite sind, aber nicht in unmittelbarer Reichweite.

Jede Minute zählt
„Schnelles und richtiges Eingreifen kann einen Herzstillstand beim Kind verhindern und dadurch die Überlebenschance nach einem Badeunfall massiv erhöhen", so Elisabeth Zwingraf vom Samariterbund Wien. Oft werden solche Unfälle gar nicht gleich bemerkt, weil die Kinder nicht schreien und strampeln, sondern lautlos ertrinken. Sauerstoffmangel führt bereits nach kurzer Zeit zum Tod oder zu irreparablen Gehirnschäden. Die wichtigsten Notfall-Schritte sind:
• Bewusstsein des Kindes kontrollieren
• Hilfe herbei rufen (Notruf 144)
• Atemkontrolle (Hören – Sehen – Fühlen, 10 Sekunden)
• Fünf Initialbeatmungen: bei Säuglingen (bis zu einem Jahr) wird in der „Schnüffelstellung“ eine Mund-zu-Mund-Nasen-Beatmung durchgeführt. Bei Kindern (ab einem Jahr) wird eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchgeführt, dabei wird die Nase mit Zeigefinger und Daumen verschlossen
• Wiederholte Suche nach Lebenszeichen
• Beginn der Wiederbelebung im Rhythmus 15:2 (also 15 Herzdruckmassagen, abwechselnd mit 2 Beatmungen)

Begehrte Samariterbund Kurse
In Kindernotfallkursen der Landesschulung Wien informiert und trainiert der Samariterbund Erwachsene, damit sie im Fall des Falles helfen können. Infos unter:
samariterbund.net/ausbildung-und-erste-hilfe/erste-hilfe/notfaelle-im -kindesalter
Heiß begehrt sind auch die Kurse der Samariterbund Wasserrettung. Ab Herbst 2016 gibt es wieder freie Plätze. Bei den Schwimmkursen können schon Kinder ab vier Jahren das richtige Verhalten im Wasser und das Schwimmen lernen. Auch für Erwachsene gibt es Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene sowie Sportschwimmkurse, Tauch- und Gerätetauchkurse. www.samariterbund.net/rettungsdienst-und-krankentransport/wasserrettu ng/

Kurzfilm auf YouTube
Die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Ertrinkungsunfall mit Kindern werden auf YouTube in einem Kurzfilm des Samariterbundes gezeigt. Dieser Film kann keinen Erste-Hilfe-Kurs ersetzen, soll aber Mut machen, im Notfall aktiv zu werden.
http://www.youtube.com/watch?v=oQVT42MBUpg

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Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
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Georg Biron
Tel.: 01 89 145-376 oder 0664/46 000 23
E-Mail: georg.biron@samariterbund.net
www.samariterbund.net

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