Demos gegen Mayr-Melnhof: warum verkauft er nicht sein Gatter an Land Salzburg?

Laut Polizei hängen zahlreiche „Wanted“ Plakate mit Konterfei von Gatterjäger Mayr-Melnhof in Salzburg – überall in Österreich kommt Gatterjagdverbot, außer in diesem Bundesland!

Wien (OTS) - Anfänglich hatte die Landesregierung von Salzburg noch den TierschützerInnen zugehört und eine Änderung bei der Gatterjagd versprochen. Die Grünen brachten einen diesbezüglichen Antrag im Landtag ein. Doch offenbar wollte Gatterjäger Mayr-Melnhof von Änderungen nichts wissen, weshalb sich das Land zu dem Schritt genötigt sieht, ihm das Jagdgatter abzukaufen, es aufzulösen und dann erst ein Verbot auszusprechen. Aber wie es scheint will Mayr-Melnhof nur Land tauschen, die Verhandlungen dürften aus diesem Grund stocken. Deshalb protestieren TierschützerInnen des VGT heute sowohl vor seinem Schloss Glanegg in Grödig, als auch vor seinem Jagdgatter in Anthering.

Gleichzeitig haben offenbar andere Personen auf andere Weise ihrem Ärger über Mayr-Melnhofs Blockadepolitik Luft gemacht. Die Polizei meldet, dass in der gesamten Stadt Salzburg „Wanted“ Plakate hängen, nach denen Mayr-Melnhof wegen seiner Gatterjagd gesucht werde, siehe z.B.: http://tinyurl.com/zsaxbwx Der VGT distanziert sich von jeder persönlichen Diffamierung und Sachbeschädigung, hat aber ein Verständnis für die wachsende Ungeduld unter TierschützerInnen. Immerhin sind nach einer Market-Umfrage von Ende März 2016 insgesamt 91,4 % der ÖsterreicherInnen für ein Gatterjagdverbot und die Gatterjagd ist nicht nur in 5 von 9 Bundesländern bereits verboten, in den restlichen drei, ausgenommen in Salzburg, stehen Verbote vor der Tür!

VGT-Obmann Martin Balluch stößt ins selbe Horn: „Wir sind jederzeit zu Verhandlungen bereit, sowohl mit Herrn Mayr-Melnhof, als auch mit der Landesregierung. Alle Beteiligten sind dazu aufgerufen, Vernunft zu zeigen und eine Lösung zu finden. Bei unserer friedlichen Kundgebung heute fuhr jemand aus Schloss Glanegg mit einer noblen Limousine vor und beschimpfte die TierschützerInnen auf übelste Weise, ich sei ein Verbrecher. Die Polizei notierte die Autonummer des Täters. Es wird doch wohl möglich sein, diesen Konflikt auf zivilisierte Weise auszutragen!“

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