Fachgruppe UBIT Wien zur Regierungserklärung von Bundeskanzler Kern:

Recht auf Selbstbestimmung für Unternehmen endlich umsetzen

Wien (OTS) - Die rund 20.000 Selbstständigen der Wiener Fachgruppe der Unternehmensberater, Buchhalter und IT-Dienstleister haben die Regierungserklärung des neuen Bundeskanzlers sowie die ersten Ankündigungen zur Regierungsarbeit mit großem Interesse verfolgt. Dem wachstumsfeindlichen Dschungel an Reglementierungen aller Art endlich Herr zu werden, sind erste wichtige Vorhaben. Im Zuge der Entrümpelung darf aber auch nicht auf das bis dato ungelöste Problem der „rückwirkenden Zwangsanstellungen freier Selbstständiger“ vergessen werden. Denn Fakt ist: Solange es keine ausreichende Rechtssicherheit für Auftragnehmer und Auftraggeber gibt, wird das Wirtschaftswachstum niedrig und die Arbeitslosigkeit hoch bleiben.

Die Arbeitsrealitäten haben sich in den vergangenen Jahren rapide verändert. Information und Wissen gelten mittlerweile als die wichtigsten Rohstoffe des 21. Jahrhunderts. Bereits heute sorgen allein die rund 20.000 wissensbasierten Dienstleister in Wien für knapp 15 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das ist mehr als dreimal so viel wie beim traditionell starken Wiener Tourismus.

Bundeskanzler Kern erklärt Start-ups zu Chefsache

„Die bisherigen Wortmeldungen der neuen Regierung stimmen uns sehr hoffnungsvoll, dass die neuen Verantwortlichen den Reformstau überwinden und den Bürokratieabbau auf allen Ebenen angehen“, sagt Marin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien. Dieser weiter: “Nun gilt es aber vor allem klare Signale an die Unternehmen zu setzen. Derzeit ist die Zusammenarbeit mit einem EPU mit hohen Risiken für den Auftragnehmer verbunden. Immer weniger Unternehmen sind daher bereit, dieses Risiko einzugehen. So werden die EPU quasi ausgehungert und in Angestelltenverhältnisse gezwungen, weil sie schlicht keine Aufträge mehr erhalten.“

Die Umsetzung der Wahlfreiheit des Vertragsverhältnisses bei wissensbasierten Dienstleistern ist längst überfällig. Hochspezialisiertes Wissen und Know-how müssen nun endlich als Betriebsmittel anerkannt werden. „Herr Bundeskanzler, Startups zur Chef-Sache zu machen ist ehrenwert, aber schaffen Sie nun jene Rahmenbedingungen, unter denen unsere Startups endlich schneller und stärker durchstarten können – derzeit schauen wir nur zu, wie andere uns überholen“, schließt Puaschitz.

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Über die Fachgruppe UBIT Wien

Die Fachgruppe UBIT Wien ist im Bereich der Wirtschaftskammer die Standesvertretung der Wiener Unternehmensberater, Buchhalter und IT-Dienstleister. Mit rund 20.000 Mitgliedern zählt sie zu den größten Fachgruppen Österreichs. Als Servicestelle und Informationsnetzwerk bietet die Fachgruppe ihren Mitgliedern regelmäßig branchenspezifische Informationsveranstaltungen und Weiterbildungsseminare.

Das rasche Wachstum der Fachgruppe UBIT Wien spiegelt einerseits die zunehmende Bedeutung jeder einzelnen UBIT-Berufsgruppe wider, andererseits ist es auch Ausdruck des Strukturwandels bei den Unternehmen: Rund 70 % der UBIT-Mitglieder arbeiten als Ein-Personenunternehmen und fast die Hälfte der Unternehmen ist in den letzten fünf Jahren gegründet worden. Die UBIT-Mitglieder sind zudem bereits für rund 15 Prozent der Wiener Wirtschaftsleistung verantwortlich.

Die Dienstleistungen und Beratungstätigkeiten der UBIT-Mitglieder bilden eine wichtige Basis für die Sicherung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Wien.

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