Semifinal-Jurierung der International Emmy Awards in Wien

ORF reicht Erfolgsproduktionen „Altes Geld“, „Kleine große Stimme“ und „Wenn Du wüsstest, wie schön es hier ist“ ein

Wien (OTS) - Seit 1969 verleiht die International Academy of Television Arts & Sciences mit Mitgliedern aus 70 Ländern und mehr als 400 Unternehmen mit den International Emmy Awards den wichtigsten Fernsehpreis. Bereits seit sechs Jahren ist Wien Schauplatz der Semifinal-Jurierung für den Preis, der gerne mit dem Oscar für die TV-Branche verglichen wird. Auf Initiative der ORF-Enterprise, des IMZ Internationales Musik + Medienzentrum und Interspot Film findet die Jurierung heuer am 16. Juni 2016 im Wiener Palais Schönburg statt. Insgesamt werden rund 45 Juroren von TV-Sendern aus aller Welt anreisen, um die besten Produktionen in den Kategorien „Documentary“, „TV-Movies/Mini-Series“ und „Arts Programming“ zu bewerten. Die Preise werden schließlich auf der International Emmy Awards Gala im November 2016 in New York City in den Vereinigten Staaten verliehen.

Wien macht den Auftakt

Weltweit werden heuer 20 Semifinal-Jurierungen stattfinden, bei denen jeweils unterschiedliche Kategorien und Produktionen von anderen Kontinenten bewertet werden. Nach dem großen Erfolg und der internationalen Beachtung der Veranstaltung in der Bundeshauptstadt macht Wien heuer am 16. Juni den Auftakt. Die weiteren Jurierungen finden bis September 2016 in Köln (Deutschland), New York (USA), Berlin (Deutschland), Tel Aviv (Israel), Seoul (Südkorea), Rio de Janeiro (Brasilien), Mexico City (Mexiko), Schanghai (China), Kopenhagen (Dänemark), Montreal (Kanada), Helsinki (Finnland), Biarritz (Frankreich), Budapest (Ungarn), Peking (China), Miami (USA), Tokio (Japan), Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) und Lissabon (Portugal) statt.

Gute Chancen für Österreich

Nachdem die österreichische Produktion „Das Wunder von Kärnten“ von Produzent Klaus Graf (Koproduktion mit Rowboat Film, Zusammenarbeit von ORF und ZDF) bereits 2013 in der Kategorie „Fernsehfilm/Miniserie“ ausgezeichnet wurde, wird Österreich heuer unter anderem die ORF-Erfolgsproduktionen „Altes Geld“, „Kleine große Stimme“ und dem ORF-Landkrimi „Wenn Du wüsstest, wie schön es hier ist“ für die 44. International Emmy Awards einreichen. Auch die Produzenten Nils Klingohr, Nikolaus Klingohr und Heinrich Mayer, die heuer mit ihrer Interspot Film erstmals Partner der Semifinal-Jurierung sind, waren voriges Jahr mit der ORF-„Universum“-Dokumentation „Afrikas Wilder Westen“ aus mehr als 700 Einreichungen für den renommierten Fernsehpreis in New York City nominiert.

ORF-Enterprise-Geschäftsführerin Beatrice Cox-Riesenfelder unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung für den Standort:
„Produktionen aus Österreich – allen voran die ORF-,Universum‘-Dokumentationen – sind international heiß begehrt und werden auf fast allen Kontinenten ausgestrahlt. Die Semifinal-Jurierung der International Emmy Awards tragen zur Bekanntheit Österreichs als wettbewerbsfähiger Produktionsstandort bei. Der glanzvolle Cocktail Prolongé im Anschluss an die Jurierung ist eine einzigartige Möglichkeit für heimische Produzenten, sich mit internationalen Gästen auszutauschen und neue Zusammenarbeiten anzubahnen.“

Mit dem Team von Content Sales International der ORF-Enterprise zeichnet Cox-Riesenfelder auch für internationale Vermarktung von österreichischen Produktionen verantwortlich. Sie besucht alle relevanten Programmmessen weltweit und kennt den hohen Stellenwert, den Produktionen aus Österreich genießen. Mit der Veranstaltung wird Wiens Position nachhaltig gefestigt, was sich auch im hohen Interesse an Koproduktionen mit österreichischen Filmproduzenten und TV-Sendern manifestiert.

Wirtschaftsfaktor Filmwirtschaft

Die Filmwirtschaft erzielt in Österreich jährlich Umsätze in der Höhe von 916,5 Millionen Euro und beschäftigt in mehr als 2.300 Unternehmen rund 7.850 Menschen. Damit leistete sie 2013 eine Bruttowertschöpfung in der Höhe von 423,7 Millionen Euro. Vor allem Produktionsunternehmen können ein nennenswertes Wachstum bei den Umsatzerlösen erzielen: Bei Wirtschaftsfilmen beträgt sie 22 Prozent, die Werbefilmherstellung verzeichnet zwölf Prozent plus, und Kino-und TV-Film wachsen um 8,7 Prozent. 72 Prozent der Unternehmen der heimischen Filmwirtschaft sind im Bereich Kino- und TV-Film tätig und erwirtschaften 57 Prozent des Branchenumsatzes. Sie profitieren stark von der internationalen Vermarktung ihrer Produktionen. Insgesamt 19 Förderstellen unterstützen die österreichische Filmwirtschaft mit 77,2 Millionen Euro. Alleine der ORF hat das Vergabevolumen für die Jahre 2016 bis 2018 mit 300 Millionen Euro deutlich erhöht und trägt damit zu einer positiven Finanzierungsentwicklung bei. Im Jahr 2014 wurden 44 österreichische Produktionen in den heimischen Kinos erstaufgeführt.

„Die internationale Vernetzung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für österreichische Produktionsfirmen. Alleine die Nominierung bei großen Awards und Festivals ist enorm wichtig, um internationale Aufmerksamkeit zu bekommen. Die International Emmy Awards sind die ‚Formel 1‘ in der TV-Branche. Als österreichische Produktionsfirma mit 47-jähriger Tradition bieten Nominierungen bei internationalen Awards der Interspot Film noch höhere Chancen im globalen Wettbewerb“, sagen Nikolaus und Nils Klingohr.

Interspot Film blickt auf eine Vielzahl hochkarätiger Auszeichnungen zurück. Zu den aktuell ausgezeichneten Produktionen zählen „Amur – Asiens Amazonas: Der ferne Osten“ (Gold beim New York Film Festival, 2016), „Amur – Asiens Amazonas: Der schwarze Drache“ (Bronze beim New York Film Festival, 2016), „Amur – Asiens Amazons: Die heiligen Quellen (Gold beim New York Film Festival, 2016), „Wüstenkönige – Die Löwen der Namib“ (Gold beim New York Film Festival, 2016), „Afrikas Wilder Westen – Namibias Wüstenpferde“ (Gold beim New York Film Festival, 2015) oder „Schladminger Bergwelten“ (Silver World Metal beim New York Film Festival, 2014).

IMZ Internationales Musik + Medienzentrum richtet seit 2002 Semifinal Judgings aus

Bereits seit 2002 richtet das IMZ Internationales Musik + Medienzentrum Semifinal-Jurierung für die International Emmy Awards aus. Den Grundstein dafür legte die Mitgliedschaft von Generalsekretär Franz Patay bei der Academy of Television Arts & Sciences. Durch den großen und internationalen Pool an Experten für Kulturprogramme konnte das IMZ Internationales Musik + Medienzentrum schnell als Host für „Arts Programming“ überzeugen und legte als internationale Organisation mit Sitz in Wien den Schwerpunkt auf europäische Expertise. Gemeinsam mit der Academy verfolgt das IMZ Internationales Musik + Medienzentrum das Anliegen, die Qualität von Kulturprogrammen nachhaltig hochzuhalten und weiter zu erhöhen und setzt dafür klare Akzente durch die Jurierung der Kategorien „Documentary“ and „Arts Programming“.

„Die Ausstrahlung kultureller Highlights im Fernsehen, wie beispielsweise der Salzburger Festspiele, bringt eine enorme Umwegrentabilität für Österreich, von der auch der Tourismus profitiert. Das Neujahrskonzert wird jedes Jahr von über 50 Millionen Menschen in 90 Ländern auf der Welt gesehen und untermauert Wiens Ruf als Kulturhauptstadt eindrucksvoll. Filmwirtschaft und Kulturindustrie gehen Hand in Hand, um Österreichs Kultur in die Welt zu tragen“, sagt Patay.

Nominierungen im Oktober 2016

Die International Emmy Awards werden in den Kategorien „Best Actor/Best Actress“, „Arts Programming“, „Comedy“, „Current Affairs“, „Documentary“, „Drama Series“, „News“, „Non-Scripted Entertainment“, „Telenovela“, „TV-Movie & Mini-Series“ sowie heuer erstmalig „Non-English Language US Primetime“ verliehen. Die Nominierungen werden nach den Semifinalrunden im Oktober 2016 bekanntgegeben. In jeder Kategorie werden vier Nominierte ausgewählt, die schließlich um die begehrten Awards im November 2016 rittern.

Über das IMZ Internationales Musik + Medienzentrum

Das 1961 unter der Schirmherrschaft der UNESCO gegründete Internationale Musik + Medienzentrum mit Sitz in Wien ist ein international agierendes Non-Profit-Netzwerk führender Produzenten von Kulturprogrammen sowie von Fernseh- und Rundfunkanstalten, Opernhäusern, Festivals, Kultur- und Bildungsinstitutionen, Musiklabels, Verlagen, Video-on-Demand-Plattformen, Streaming-Plattformen, Filmproduzenten, Künstleragenturen sowie Komponisten, Musikern, Sängern und Choreografen. Ziel des IMZ ist es, dazu beizutragen, audiovisuelle Kulturprogramme in den Medien zu fördern und zu verbreiten, durch audiovisuelle Medien mehr Menschen mit Musik und Tanz in Kontakt zu bringen, sowie sich als Mediator zwischen den vielfältigen Interessen innerhalb der Musikindustrie und der Medien einzusetzen. Das IMZ organisiert verschiedene interdisziplinäre und internationale Veranstaltungen und Initiativen für Mitglieder und Nichtmitglieder, unter anderem die erfolgreiche Fachmesse Avant Première Music + Media Market Berlin (http://www.avantpremiere.at). Zu den Mitgliedern des IMZ zählen mehr als 150 Organisationen weltweit. Weitere Informationen auf http://www.imz.at.

Über die ORF-Enterprise

Als Vermarktungstochter des ORF zeichnet die ORF-Enterprise exklusiv für die Vermarktung sämtlicher überregionaler Medienangebote des führenden österreichischen Medienkonzerns verantwortlich. Das Portfolio umfasst unter anderem vier TV-Sender (ORF eins, ORF 2, ORF III Kultur und Information, ORF SPORT +), drei nationale Radiosender (Österreich 1, Hitradio Ö3, radio FM4), das Printmagazin „ORF nachlese“, das gesamte Online-Angebot von ORF.at, die ORF TVthek sowie den ORF TELETEXT. Im Geschäftsbereich Content Sales International und Merchandising/Licensing werden Content und Marken des ORF weltweit lizensiert. Die ORF-Enterprise betreibt auch den ORF-Musikverlag sowie ein Plattenlabel. Die ORF-Enterprise ist die nationale Repräsentanz führender internationaler Kreativ-Festivals wie Cannes Lions International Festival of Creativity und Veranstalter nationaler Werbepreise wie ORF-„Top Spot“, ORF-Werbehahn und ORF-Onward. Die Geschäftsführung der ORF-Enterprise setzt sich aus Oliver Böhm (CEO, Werbe-Vermarktung) und Beatrice Cox-Riesenfelder (CFO, Finanzen, Administration, Rechteverwertung, Musikverlag) zusammen. Die ORF-Enterprise ist eine 100-prozentige Tochter des ORF Medienkonzerns und hält unter anderem Beteiligungen an der Video-on-Demand-Plattform Flimmit. Weitere Informationen auf http://enterprise.ORF.at, http://contentsales.ORF.at und http://musikverlag.ORF.at.

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