Jank: Sprachstartkurse tragen Flüchtlingsproblematik Rechnung

Schulrechtspaket mit Sprachförderung nächste Woche im Unterrichtsausschuss

Wien (OTS) - Flüchtlinge sind für die Bildungspolitik eine besondere Herausforderung, wies heute, Freitag, ÖVP-Bildungssprecherin Brigitte Jank auf die bis zum Sommer erwarteten etwa 14.500 Flüchtlingskinder an Volks- und höheren Schulen hin. Das Schulrechtspaket, das Dienstag im Unterrichtsausschuss behandelt wird, trägt dem mit der Einführung von Sprachstartgruppen Rechnung. Ab dem Schuljahr 2016/17 werden sogenannte Sprachstartgruppen für Kinder mit fehlenden Deutschkenntnissen implementiert. "Entscheidend ist, dass Schülerinnen und Schüler ohne Deutschkenntnisse erst dann im vollen Umfang am Regelunterricht teilnehmen, wenn sie diesem auch folgen können", umreißt die Abgeordnete das Ziel dieser Maßnahme.

Der Unterricht in den Sprachstartgruppen wird in geblockter Form sowie schulstufen-, schul- oder schulartübergreifend möglich sein. Stattdessen oder darauf aufbauend gibt es weiterhin Sprachförderkurse, die ebenfalls im Ausmaß von elf Wochenstunden integrativ im Unterricht von Pflichtgegenständen angeboten werden. Zudem werden Sprachstartgruppen oder Sprachförderkurse für nicht mehr schulpflichtige Jugendliche ermöglicht.

Im Rahmen des Integrationstopfs werden die Mittel für die Sprachförderung fast verdoppelt, konkret vom Grundkontingent von 442 auf 850 Planstellen im Schuljahr 2016/17.

Alle in Österreich lebenden Kinder im schulpflichtigen Alter haben das Recht und die Pflicht, die Schule zu besuchen. "Kinder und Jugendliche müssen möglichst rasch die Sprache erlernen, weil Deutsch der Schlüssel zu Bildung und Integration ist", schloss die ÖVP-Abgeordnete.
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