Christiane Hörbiger spielt Sascha Biglers „Muse des Mörders“

Dreharbeiten zu ORF/ZDF-Thriller mit Florian Teichtmeister, Fritz Karl und Cornelia Ivancan in weiteren Rollen

Wien (OTS) - „Würde ich bei der Arbeit die Mutter herauskehren, würde mich mein Sohn wahrscheinlich entlassen und umbesetzen.“ Christiane Hörbiger, die Grande Dame des deutschsprachigen Fernsehens, arbeitet nach den beiden vom ORF koproduzierten Filmen „Annas zweite Chance“ und „Meine Schwester“ nun zum dritten Mal mit ihrem Sohn Sascha Bigler zusammen. Im gleichnamigen ORF/ZDF-Thriller wird Hörbiger diesmal zur titelgebenden „Muse des Mörders“. Denn die Bücher der mittlerweile nicht mehr ganz so erfolgreichen Autorin dienen einem Serienkiller als Vorlage für seine Gräueltaten. Sascha Bigler führt bei diesem Fernsehfilm nicht nur Regie, sondern zeichnet gemeinsam mit Axel Götz auch für das Drehbuch verantwortlich. Bei einem Settermin in der Ottakringer Brauerei in Wien standen Christiane Hörbiger und Sascha Bigler sowie Florian Teichtmeister und Cornelia Ivancan am gestrigen Donnerstag, dem 2. Juni 2016, – dem vorletzten Drehtag – Rede und Antwort.

Topbesetzter ORF/ZDF-Thriller

Hörbigers TV-Sohn Oliver Sandberg wird von Florian Teichtmeister gespielt. Fritz Karl, der zuletzt auch schon als „Inspektor Jury“ auf Spurensuche gegangen ist, nimmt als Kommissar Rupert Bäumer die Ermittlungen auf. Ihm zur Seite steht die durch „CopStories“ ebenfalls Krimierfahrene Cornelia Ivancan als Florentina „Flo“ Gstöttner. In weiteren Rollen spielen u. a. Robert Lohr, Anna Rot, Rainer Wöss, Thomas Mraz, Gerald Votava, Doris Hindinger, Alma Hasun, Alexander Jagsch und Robert Kolar. Gedreht wird bis 3. Juni in Wien und Umgebung, der Sendetermin steht noch nicht fest.

Christiane Hörbiger: „Ich habe Sascha zuliebe sogar im Badeanzug in einem Schwimmbad gedreht“

Christiane Hörbiger über die Anfänge dieses Projekts: „Es liegt schon vier Jahre zurück, als Thomas Hroch mir „Die Muse des Mörders“ vorgelegt hat. Nach einer Novelle von E.T.A. Hoffmann haben zwei junge österreichische Autorinnen diesen Roman geschrieben, der ein bisschen zeitgemäßer war. Die Rechte daran hat der Produzent gekauft, in den Drehbüchern wurde die Geschichte von Axel Götz und Sascha Bigler noch einmal umgeschrieben und modernisiert.“ Hörbiger über ihre Rolle: „Eigentlich ist ,Mado‘ eine besorgte Mutter und erfolgreiche und auch gute Autorin, die sich aber als arrogante, spitzzüngige Diva aufplustert – umso mehr, als sich ihre Bücher nicht mehr so gut verkaufen. Und auf einmal kommt man drauf, dass diese Morde nach Vorlagen ihrer Bücher passiert sind.“ Ob es Vorteile für Sascha Bigler hat, als Regisseur mit seiner Mutter zusammenzuarbeiten? „Ich habe Sascha zuliebe sogar im Badeanzug in einem Schwimmbad gedreht, was ich für einen anderen Regisseur nie mehr gemacht hätte. Ich bin wirklich sehr froh, dass mich mein Sohn besetzt. Würde ich aber bei der Arbeit die Mutter herauskehren, würde er mich wahrscheinlich entlassen und umbesetzen.“

Florian Teichtmeister als Christiane Hörbigers TV-Sohn

Florian Teichtmeister steht als Oliver Sandberg, TV-Sohn von Christiane Hörbiger, vor der Kamera: „Ich spiele den Sohn einer berühmten, ehemals sehr erfolgreichen Kriminalautorin. Diese wird mit Postsendungen konfrontiert, die ihr doch sehr eindeutig zu verstehen geben, dass sie bei den Mordfällen ihre Finger mit im Spiel hat – weil sie mit ihren Romanen gewissermaßen die Idee dafür gegeben hat. Oliver hat seine Mutter immer wieder damit auf der Schaufel, dass sie nicht mehr so viele Leserinnen und Leser hat. Und auch wenn es ein grausamer und sarkastischer Gedanke ist, sind diese Morde für ihr Geschäft eigentlich gar nicht so schlecht. Denn sie lebt immer noch ein Leben, das sie sich eigentlich gar nicht leisten kann. Das ist der eigentliche Streitpunkt zwischen Mutter und Sohn, viel mehr als die Tatsache, dass sie berühmt gewesen ist und ihr Sohn nicht. Ich mag nicht zu viel verraten, aber es gibt dann auch noch eine ganz andere Vorgeschichte zwischen den beiden, die maßgeblich ist für das, was schließlich passiert.“ Über die Zusammenarbeit zwischen Hörbiger und Bigler: „Dass die beiden Mutter und Sohn sind, merkt man weniger, als man es erwarten würde. Dafür sind sie zu professionell. Da geht es um die Sache.“

Sascha Bigler: „Dieses Mutter-Sohn-Element wird komplett ausgeblendet“

Sascha Bigler über die Zusammenarbeit mit Christiane Hörbiger: „,Die Muse des Mörders‘ ist die zweite Regiearbeit mit meiner Mutter. Doch dieses Mutter-Sohn-Element wird während der Arbeit komplett ausgeblendet. Am Set sind wir Christiane und Sascha. Meine Mutter und ich sind beide mit diesem Beruf aufgewachsen, da ist das ganz selbstverständlich. Vielleicht blödeln wir am Set ein bisschen mehr, als ich es mit jemandem tun würde, den ich nicht so gut kenne. Das macht es vielleicht ein bisschen familiärer, da spielt die Chemie vielleicht ein bisschen mit rein. Auch Florian Teichtmeister, der den TV-Sohn meiner Mutter spielt, habe ich dahingehend keine Tipps gegeben. Ich arbeite einfach gerne mit tollen Menschen zusammen, und meine Mutter ist eine großartige, im deutschen Sprachraum nach wie vor sehr gefragte Schauspielerin.“

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„Die Muse des Mörders“ (AT) ist eine Produktion der Mona Film (Produzenten: Thomas Hroch und Gerald Podgornig) in Koproduktion mit ZDF und ORF, gefördert durch Filmfonds Wien und Fernsehfonds Austria.

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