Schönborn: Positive erste Begegnung mit Staatssekretärin Duzdar

Wiener Erzbischof in "Heute"-Kolumne: Ernennung einer Muslima zur Staatssekretärin u.a. für Kultusangelegenheiten ist "starkes Zeichen" - Österreich ist europaweit ein "Vorzeigeland für ein gutes Miteinander"

Wien (KAP) - Von einer "ausgesprochen positiven" ersten Begegnung mit der neuen, u.a. für Kultusangelegenheiten und damit für Religionsfragen zuständigen Staatssekretärin Muna Duzdar berichtete Kardinal Christoph Schönborn in seiner Kolumne in der Gratiszeitung "Heute" am Freitag. Die Begegnung mit Duzdar, der ersten Muslima im Regierungsteam, hatte bereits am Mittwochnachmittag im Erzbischöflichen Palais in Wien stattgefunden. An ihr hatte auch der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, teilgenommen.

Die Tatsache, dass Duzdar Muslima ist, wertete Schönborn als "starkes Zeichen" sowohl für die Kirchen und Religionsgemeinschaften als auch für die Regierung: "London hat einen muslimischen Bürgermeister. Österreich hat sein erstes muslimisches Regierungsmitglied. Es ist sicher erst ein Anfang", so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz.

Österreich sei weiterhin ein "Vorzeigeland für ein gutes Miteinander" der Religionen mit einer ebenso vorbildlichen Religionsgesetzgebung -dennoch wachse die Sorge und die Angst in der Bevölkerung, ob dieses Miteinander weiterhin gelingt: Angst vor 'Islamisierung' bewegt viele Menschen". Es stehe einerseits die Frage im Raum, ob sich der Islam "in unsere demokratischen Spielregeln" einfügt - und andererseits die Frage, ob es den "Angstmachern" gelingen werde, "die Spannungen noch (zu) verstärken", so Schönborn unter Verweis auf den Brandanschlag auf das Asylquartier in Altenfelden. In dieser Situation gelte es, der neuen Staatssekretärin "alles Gute, ein feines Gespür für das Miteinander und den Segen Gottes" zu wünschen, so Schönborn abschließend.

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