Merck präsentiert Daten zu Rebif® (Interferon beta-1a) und Cladribin-Tabletten bei multipler Sklerose

Neue klinische Daten beim 2. Kongress der European Academy of Neurology (EAN)präsentiert

Wien (OTS) - Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat bekannt gegeben, dass beim 2. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) vom 28.–31. Mai 2016 in Kopenhagen neue klinische Daten zu zwei Produkten des Unternehmens vorgestellt werden: Rebif® (Interferon beta-1a), ein Hochdosis- und Hochfrequenz-Interferon-beta-Präparat zur Anwendung bei schubförmiger Multipler Sklerose, und Cladribin-Tabletten, ein noch in der Entwicklung befindliches Small-Molecule-Präparat bei schubförmig-remittierender multipler Sklerose (RR-MS).

Die Präsentationen zu Rebif® befassen sich mit Zwischenergebnissen aus zwei nicht-interventionellen Studien zur Therapieadhärenz von Patienten mit RR-MS, die die Injektionshilfe RebiSmart® und das Serviceprogramm RebiSTAR® nutzen. Außerdem werden klinische und radiologische Langzeitdaten aus einer retrospektiven Beobachtungsstudie in Spanien vorgestellt, die Patienten mit RR-MS nach über 10-jähriger Behandlung mit Rebif® untersuchte. Schließlich wird noch eine retrospektive Analyse von Daten aus der Anwendungspraxis präsentiert, in der Faktoren für den Abbruch der Behandlung mit Rebif® bei RR-MS im Zeitverlauf beschrieben werden.

Die Präsentationen zu Cladribin-Tabletten umfassen eine Reanalyse der Auswirkungen von Cladribin-Tabletten bei Patienten, die heute als Fälle von MS im Frühstadium eingestuft würden. Des Weiteren werden Ergebnisse einer explorativen Analyse der CLARITY-Studie zur Auswirkung von Cladribin-Tabletten auf die Geschwindigkeit der zerebralen Atrophie bei Patienten mit RR-MS vorgestellt. Eine weitere Präsentation befasst sich mit finalen Ergebnissen zur Sicherheit und Verträglichkeit der Phase-II-Studie ONWARD, in der die Gabe von Cladribin-Tabletten zusätzlich zu einer Interferon-beta-1a-Therapie bei Patienten mit aktiver schubförmiger MS untersucht wurde. „Merck freut sich, neue Daten zu Rebif® und Cladribin-Tabletten bei MS mit der Fachwelt teilen zu können“, sagte Luciano Rossetti, globaler Leiter der Forschung und Entwicklung im Biopharma-Geschäft von Merck. „Die wissenschaftliche Präsenz des Unternehmens beim diesjährigen Kongress und die dort vorzustellenden Daten zu Rebif® und Cladribin-Tabletten selbst zeugen davon, wie sehr wir uns für die MS-Community und eine bessere Patientenversorgung einsetzen.“

Cladribin-Tabletten

Cladribin ist ein oraler niedermolekularer Wirkstoff mit einzigartigem Dosierungsschema, der Immunzellen beeinflusst, die maßgeblich am Krankheitsgeschehen von MS beteiligt sein sollen. Cladribin-Tabletten befinden sich derzeit in der klinischen Prüfung und sind in den USA, Kanada und Europa in keiner Indikation zugelassen.

Rebif®

Rebif® (Interferon beta-1a) ist ein krankheitsmodifizierendes Medikament zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose. Es ähnelt dem Interferon-beta-Protein, das vom menschlichen Körper produziert wird. Die Wirksamkeit von Rebif® bei chronisch progredienter MS ist nicht nachgewiesen. Man nimmt an, dass Interferon ß dabei hilft, Entzündungen zu verringern. Der genaue Mechanismus ist unbekannt.

Rebif® wurde 1998 in Europa und 2002 in den USA zugelassen und ist in mehr als 90 Ländern weltweit erhältlich. Rebif® reduziert nachweislich Krankheitsprogression, Schubrate sowie Ausdehnung und Aktivität der mittels Kernspintomographie sichtbaren Läsionen*.

Rebif® kann mit der elektronischen Applikationshilfe zur Selbstinjektion RebiSmart® (in den USA nicht zugelassen), mit RebiDose®, einem mit Rebif® vorgefüllten Einweg-Pen, oder mit dem Mehrfachdosisstift RebiSlide™ zur manuellen Injektion verabreicht werden. Rebif® kann auch mit Rebiject II®, einem Gerät zur Selbstinjektion, oder manuell mittels vorgefüllter Fertigspritzen angewendet werden. Diese Injektionshilfen sind in ausgewählten Ländern erhältlich.

Im Januar 2012 genehmigte die Europäische Kommission die Indikationserweiterung für Rebif® zur Anwendung bei Multipler Sklerose im Frühstadium. Diese Indikationserweiterung für Rebif® wurde in den USA nicht beantragt.

Bei Patienten mit vorangegangenen Depressionen, Lebererkrankungen, Anomalien der Schilddrüse und Krampfanfällen sollte Rebif® mit Vorsicht angewendet werden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören grippeähnliche Symptome, Reaktionen an der Einstichstelle, Erhöhung der Leberenzymwerte und Anomalien des Blutbilds. Patienten, vor allem Personen mit Depressionen, Krampfanfällen oder Leberfunktionsstörungen, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob Rebif® das geeignete Medikament für sie ist.

*Die genaue Korrelation zwischen den MRT-Befunden und dem aktuellen bzw. zukünftigen klinischen Zustand von Patienten, einschließlich des Fortschreitens der Behinderung, ist nicht bekannt.

Rebif® (Interferon beta-1a) ist in den USA zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose zugelassen. RebiSmart®, die elektronische Applikationshilfe zur Selbstinjektion von Rebif®, ist in den USA nicht zugelassen. Cladribin-Tabletten sind ein in der klinischen Entwicklung befindliches Produkt und in den USA, Kanada und Europa in keinem Anwendungsgebiet zugelassen.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und die häufigste, nicht-traumatische, zu Beeinträchtigungen führende neurologische Erkrankung bei jungen Erwachsenen. Schätzungen zufolge sind weltweit mehr als zwei Millionen Menschen an MS erkrankt. Die Symptome können unterschiedlich sein, wobei vor allem Sehstörungen, Taubheit und Kribbeln in den Gliedmaßen sowie körperliche Schwächung und Koordinationsstörungen auftreten. Am weitesten verbreitet ist die schubförmig verlaufende MS.

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Dr. Bärbel Klepp
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