AK 3: Wohnen muss endlich billiger werden!

Wien (OTS) - Wohnen ist immer häufiger Luxus! Das belegt die AK-Analyse von Sonderauswertungen des Mikrozensus der Statistik Austria schwarz auf weiß. „Die Wohnkosten laufen vielen Menschen davon. Der private Wohnungsmarkt ist nicht mehr leistbar, vor allem für Junge“, resümiert AK Präsident Rudi Kaske. „Es muss rasch ein einfaches, klares Mietrecht her, das Wohnen billiger macht. Justizminister Brandstetter muss dafür sorgen, dass schleunigst eine Mietrechtsreform auf den Tisch kommt“, verlangt der AK Präsident.

„Vor allem junge Menschen, die am Anfang stehen und wenig verdienen, haben ein großes Problem, eine leistbare Wohnung zu finden“, sagt Kaske. „Daher ist es höchst an der Zeit, eine Mietrechtsreform auf den Tisch zu legen. Warum geht da nichts weiter?“, fragt der AK Präsident.

Die AK verlangt: Schaffung eines möglichst einheitlichen, transparenten Mietrechts durch Auflösung der vielschichtigen Anwendungsbereiche des Mietrechtsgesetzes.
Die weiteren AK Forderungen im Detail:

1 Klare Regeln, um die Mieten zu begrenzen;
2 Befristungen abschaffen, außer bei Eigenbedarf der VermieterInnen; 3 Runter mit den Betriebskosten durch Streichen der Grundsteuer und Versicherungen aus dem Betriebskostenkatalog;
4 Weg mit der Maklerprovision für MieterInnen – so wie seit 1. Juni 2015 in Deutschland;
5 Klare Erhaltungsregeln für VermieterInnen für die gesamte Wohnungsausstattung.

Neben einer effektiven Preisbegrenzung für bereits bestehende private (Altbau)-Wohnungen muss aber auch Augenmerk auf die Angebotsseite gelegt werden. Denn die Städte wachsen und wachsen. „Die Bevölkerungsprognosen werden ständig nach oben revidiert, man muss sie im Blick behalten“, betont Kaske. „Denn es wird wohl in den nächsten zehn Jahren noch mehr leistbare neue Mietwohnungen brauchen, als kalkuliert. Die Länder sind gefordert. Worten müssen Taten folgen.“ Daher fordert die AK, dass im Finanzausgleich die erneute Zweckbindung der Wohnbaufördergelder und ihrer Rückflüsse wieder festgeschrieben wird, damit der soziale Wohnbau wieder angekurbelt wird.

SERVICE: Die AK Analyse „Mietensteigerungen in Wien und Österreich“ finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

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