Gudenus: Rechnungshof zeigt auf: Stadt Wien wirtschaftet auch im Bereich der Wiener Linien ineffizient

Reduktion der Busflotte zu erwarten

Wien (OTS) - Satte 88,9 Millionen EUR investierten die Wiener Linien in den Jahren 2010-2014 in Busflotte und Businfrastruktur. Der Rechnungshof deckt auf, dass die Effizienz zu wünschen übrig lässt und fürchtet eine weitere Reduktion der Busflotte. Eine Betrachtung der Kosten der Bus-Betriebsleistungen zeigt, dass im Zeitraum 2010 bis 2014 die Kosten im Eigenbetrieb um rd. 10,6 % anstiegen, während sie im Fremdbetrieb um rd. 6,1 % sanken. Verwunderlich ist hierbei, dass die Anzahl der Busse im überprüften Zeitraum von 497 Stück im Jahr 2010 auf 462 Stück im Jahr 2014 sank.

Besonders bedauerlich ist, dass die Mitarbeiterzahl in den Busgaragen und im Bereich Bus der Hauptwerkstätte im überprüften Zeitraum um rd. 12 % sank, während die Kosten je tatsächlich gefahrenen Kilometer um 10,3% gestiegen sind.

„Die ergriffenen Maßnahmen zur Steigerung von Effizienz und Wirtschaftlichkeit werden mittelfristig nicht ausreichen, bestehende Kostennachteile gegenüber privaten Busbetreibern zu kompensieren“, so das Urteil des Rechnungshofes, welcher bei einer weiteren Zunahme des Fremdbetriebs mit einer noch stärkeren Reduktion der Busflotte rechnet.

„Es werden weniger Menschen beschäftigt, aber die Kosten steigen“, fasst der FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus zusammen.
Der Bericht des Rechnungshofes kritisiert nicht nur die vorhandene Ineffizienz, sondern auch die Vergabepraxis. So bemängelt er, dass bei der Beschaffung von Dieselbussen und von Hybridbussen keine lückenlose Einhaltung der externen und internen Vergabevorschriften gegeben war. "Ich verlange von der grünen Verkehrsstadträtin Vassilakou Aufklärung und gleichzeitig eine Erklärung, mit welchen Maßnahmen man auf die Kritik des RH reagieren wird", sagt Gudenus abschließend. (Schluss)

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