Raiffeisen Klimaschutz-Initiative zeichnet nachhaltige Projekte von Jugendlichen aus

Wien (OTS) - Im Rahmen der 29. Wettbewerbsrunde von Jugend Innovativ wurden in der Sonderkategorie „Sustainability“ der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative (RKI) drei Siegerprojekte ermittelt und zwei Anerkennungspreise vergeben. Der Vorsitzende der RKI, Franz Fischler, überreichte die Preise Ende Mai in der Aula der Wissenschaften in Wien. Die Siegerteams erhielten darüber hinaus die Möglichkeit ihre Projektresultate im internationalen Umfeld zu präsentieren.

Österreichs größter Schulwettbewerb für innovative Ideen, Jugend Innovativ, ermöglicht jungen Menschen im Alter von 15 bis 20 Jahren ihre eigenen Ideen weiterzuentwickeln und erste Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen. Die Raiffeisen Klimaschutz-Initiative sucht jedes Jahr neue Projekte, die eines gemeinsam haben: sie fördern die Nachhaltigkeit. Gesucht waren Arbeiten im Bereich erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz, soziale Projekte in Kombination mit Klimaschutzaspekten, ökologische bzw. soziale Projekte in Kombination mit Finanzprodukten, aber auch Awareness- bzw. Kommunikations-Maßnahmen zu Umweltthemen.

In der aktuellen Wettbewerbsrunde reichten 1.750 Schüler in insgesamt fünf Kategorien insgesamt 550 Projekte ein. 30 Teams gelang der Einzug in das dreitägige Bundes-Finale, fünf davon in der Kategorie „Sustainability“. Franz Fischler zeigt sich beeindruckt von den Ideen der Finalisten: „Mit der Unterstützung des Wettbewerbs fördert die Raiffeisen Klimaschutz-Initiative seit acht Jahren die zukünftige Laufbahn dieser jungen Talente. Mit ihren kreativen Projektideen greifen die Schüler bestehende Probleme unserer Gesellschaft auf, bearbeiten diese intensiv in Zusammenarbeit mit den Schulen und entwickeln mögliche Lösungsansätze.“

Die Siegerprojekte

Mit dem ersten Platz zeichnete die Jury das Projekt RElectronics der HTL Dornbirn in Vorarlberg aus. Drei Schüler nahmen sich des Themas Elektronikschrott an, der teilweise nach EU-Richtlinien recycelt wird oder illegal in Ländern mit geringen Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen landet. Dadurch kommt es nicht nur zu sozialen und ökologischen Missständen, sondern die im Elektronikschrott enthaltenen Technologiemetalle gehen dabei auch verloren.

Durch den nicht sachgemäßen Umgang mit den elektronischen Überresten entsteht innerhalb der EU ein beträchtlicher volkswirtschaftlicher Schaden. Dies hat die drei Schüler veranlasst eine Basis für eine umfassende, ökologische und wirtschaftliche Verfahrenskombination zum Recycling von Elektroschrott zu entwickeln. Dabei wurden mit Unterstützung des Projektbetreuers Computer in der Vor-Schrott-Phase so lange bearbeitet, bis der Elektronikschrott am Ende in Metalle, Baustoffe und Energie umgewandelt wurde.

Über den zweiten Platz konnte sich die HTL 1 Lastenstraße in Kärnten freuen. Ziel der Diplomarbeit von fünf Schülern war es, den Prototyp eines Systems für die Regelung und Steuerung eines Mikro-Blockheizkraftwerks auf Pelletsbasis zu entwickeln und praktisch zu realisieren. Aus dieser Leiterplatte sollen alle für die Regelung und Steuerung der Anlage notwendigen Bauteile platziert und die Sensoren und Aktoren angeschlossen werden. Die softwaretechnische Verknüpfung aller Anlagenkomponenten erfolgt mit einem Raspberry Pi, einem vielseitig einsetzbaren Einplatinencomputer. Dieser soll der zentrale Punkt der Anlagensteuerung sein, von dem alle wichtigen Funktionen überwacht werden.

Drei Schüler der BHAK Maygasse in Wien, Gründer des jungen Start-up-Unternehmens ReGreen GmbH, freuten sich über den dritten Platz. Mit ihrem Unternehmen möchten sie „CarbonOffsetting“ – eine finanzielle Kompensation von Treibhausgasen – in der breiten Gesellschaft bekannt machen und jedem Autofahrer und Unternehmen ein einfaches Instrument gegen die Erderwärmung in die Hand geben. So sollen Emissionen unvermeidbarer Mobilität und Produktion mittels "CO2-Sticker" neutralisiert werden. Der CO2-Sticker gleicht aufgrund des berechneten Carbonfootprints die Emissionen, durch Unterstützung nationaler und internationaler Produkte, aus. Diese Projekte reichen von Waldaufforstungen in Uganda bis hin zur Installation von Biomasse-Heizungen im Waldviertel. Im Gegenzug dazu erhält der Kunde eine Urkunde über die kompensierte Menge CO2 und einen Sticker, um die CO2-Neutralität nach Außen signalisieren zu können. Ziel ist es, www.regreen.at zu einer internationalen Plattform für Themen im Bereich Natur, Umweltschutz und Erneuerbare Energien auszubauen.

Andrea Sihn-Weber, Geschäftsführerin der RKI, wertet die Möglichkeit der Schüler, ihre soeben gewonnenen Erfahrungen in internationalen Innovations- und Wissenschaftswettbewerben innerhalb Europas und der USA zu vertiefen, positiv: „Der Preisträger des ersten Platzes hat die Möglichkeit erhalten zum 28. European Union Contest for Young Scientists 2016 in Brüssel/Belgien zu reisen. Die Schüler des Projekts ReGreen hingegen reisen zur Office of Science and Technology Austria, kurz OSTA, nach Washington/USA. Diese Reisen können für die spätere Berufskarriere der Teammitglieder zukunftsweisend sein.“

Die Anerkennungspreise

Die HTL Braunau in Oberösterreich und das BG Tamsweg in Salzburg verbuchten jeweils einen Anerkennungspreis für sich. Beim oberösterreichischen Projekt „HTL Elektro-Kart“ wurde im Bereich Elektromobilität ein mehrstufiges System zur Rekuperation (Wiedergewinnung elektrischer Energie) entwickelt. Mit einem neuen Berechnungskonzept zum ökologischeren und energieeffizienteren Bierbrauen ließ ein Schüler der BG Tamsweg aufhorchen. Mit seiner Arbeit zeigt er innovative Verfahren und Möglichkeiten auf, um den Brauprozess in puncto Energieeffizienz nachhaltig zu optimieren, ohne dabei die Qualität des Produkts zu minimieren.

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