Wr. Landtag – SP-Laschan: Bei dringenden medizinisch-indizierten Untersuchungen darf es keine Wartezeiten auf MRT und CT geben

Wien (OTS/SPW-K) - „Die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten ist ein Schlüssel zu einem erfolgreichen Gesundheitssystem“, betont SP-Landtagsabgeordnete Dr. Claudia Laschan im Zuge der heutigen Landtagssitzung. Ausführliche Aufklärung über Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und –notwendigkeiten sind die Basis einer erfolgreichen Therapie. Medizin besteht nicht allein aus der Ausstellung von Zuweisungen. Diagnostik und Therapie müssen sich an State of the Art- Leitlinien orientieren und erfordern ein hohes Maß an Wissen und Qualifikation. Oftmals werden Untersuchungen angeordnet, die gar nicht notwendig sind“, so Laschan.

Für Laschan sind die von PatientInnen oft bemängelten Wartezeiten auf MRT- und CT-Termine nicht etwa Ergebnis mangelnder Geräte, sondern einer unzureichenden Kommunikation zwischen ÄrztInnen und PatientInnen. Die Ursachen bei 85 Prozent der Rückenschmerz-PatientInnen sind beispielsweise radiologisch nicht erfassbar, dennoch erhielten diese oft in erster Instanz eine Anweisung für ein Röntgen oder MRT. „Hier gilt es, gründlich abzuwägen, ob eine andere Art der Untersuchung nicht eher im Sinne einer raschen Heilung wäre“, so Laschan.

Ein weiterer Grund für die langen Wartezeiten ergibt sich durch die Deckelung, die zwischen Hauptverband und Wirtschaftskammer ausgehandelt wurde: „Diese Deckelung für Behandlungen heißt, dass Untersuchungen, die über das Pensum hinausgehen, nicht bezahlt werden. Hier sehe ich akuten Handlungsbedarf“, so Laschan, die als Beispiel eine Wartezeit von 2,5 Monaten für Untersuchungen bei Tumor-PatientInnen nannte. Laschan dazu: „So etwas erachte ich als äußerst fahrlässig, unmoralisch und meiner Meinung nach als nicht akzeptabel.“ Dass PrivatpatientInnen KrankenkassenpatientInnen vorgezogen würden ist für Laschan ebenso untragbar: „Hier besteht akuter Handlungsbedarf.“

Aufgrund des medizinischen Fortschritts bei den onkologischen Therapien wird es für bestimmte PatientInnengruppen notwendig sein, die Behandlung im niedergelassenen Bereich zu etablieren. Dabei ist aber sicher zu stellen, dass die Therapien in Zusammenarbeit mit einem onkologischen Zentrum auf Basis von Tumorboardbeschlüssen qualitätsgesichert durchgeführt werden. Vorstellbar wäre eine ähnliche Struktur wie die der Primärversorgungszentren. Außerdem ist sicher zu stellen, dass die wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie keinen Einfluss haben.

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