AK Wien Vollversammlung verlangt Maßnahmen gegen Steuertrickserei

Wien (OTS) - Die jüngst veröffentlichen Daten der Panama-Papers zeigen deutlich: Es ist mehr als notwendig, endlich wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Steuerflucht und aggressiver Steuerplanung zu setzen. Die Vollversammlung der AK Wien fordert die Bundesregierung daher auf, sich für Maßnahmen gegen Steuertricks einzusetzen.

Konkret verlangt die Vollversammlung der Wiener AK:

+ Offenlegung der wirtschaftlichen Eigentümer oder Berechtigten in einem internationalen Register: Firmenkonstruktionen, bei denen die tatsächlichen Eigentümer nicht bekannt gegeben werden und die üblicherweise nur dazu benutzt werden, um Steuern zu umgehen, müssen transparent gestaltet sein. Dazu ist eine Registrierung mit Offenlegung der tatsächlichen Eigentumsverhältnisse erforderlich. Eine globale Lösung mit einem weltweiten Finanzregister ist dringend nötig. Darin müssen die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse offengelegt werden.

+ Abschaffung von Briefkastenfirmen: Durch entsprechende gesetzliche Bestimmungen sollen Kontoeröffnungen mit Briefkastenfirmen an strenge Kriterien geknüpft bzw. verboten werden. Etwa, wenn die wirtschaftlichen Berechtigten nicht bekannt sind, oder der Standort der tatsächlichen wirtschaftlichen Tätigkeit nicht vorhanden ist.

+ Stärkung der personellen Ressourcen in der Finanzverwaltung

+ Verstärkte Zusammenarbeit internationaler Steuerverwaltungen: Ab 1. Jänner 2017 gibt es die Möglichkeit einer verstärkten Zusammenarbeit internationaler Steuerverwaltungen. Die Finanzverwaltung muss das intensiv und aktiv nutzen. Insbesondere sollten die bereits bekannten Daten auch von der österreichischen Steuerverwaltung ausgewertet werden.

+ Erstellung einer Schwarzen Liste: Länder, die nicht kooperativ sind und generell intransparente Strukturen aufweisen, sollen in dieser Liste angeführt werden. Die Liste muss zumindest den OECD-Standards entsprechen. Zahlungen in Steueroasen dürfen steuerlich nicht mehr abzugsfähig sein.

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