17. Landeskongress Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Niederösterreich

Neues Präsidium gewählt - GÖD-NÖ Vorsitzender Alfred Schöls in seiner Funktion für die nächsten fünf Jahre bestätigt - Kongress-Motto „Geschlossenheit – unsere Stärke“

St. Pölten (OTS) - Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Niederösterreich, viertgrößte Landesorganisation im ÖGB, hat am neuen Standort der Arbeiterkammer in St. Pölten ihren Landeskongress abgehalten. Dabei wurden alle Gremien neu gewählt. GÖD-NÖ-Vorsitzender Alfred Schöls wurde mit 95,7 Prozent als Vorsitzender in seiner Funktion bestätigt, gleichwohl die GÖD-NÖ Vorsitzende-Stellvertreter Günter Wick (98,5 %) und Helmut Traper (99,3 %). Auch die weiteren Präsidiumsmitglieder, Wilhelm Waldner und Johannes Luef (je 100 %), werden, ebenso wie Josefa Pointner als Bereichsleiterin Frauen, ihre Agenden fortführen.

Das Kongressmotto „Geschlossenheit – unsere Stärke“ war angesichts der wenige Tage zuvor entschiedenen Bundespräsidentenwahl, von besonderer Relevanz. Das haben auch die Redner in ihren Grußbotschaften und Referaten herausgestrichen.

Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin, wies darauf hin, wie wichtig es gerade jetzt ist, Brücken zu bauen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. „In schwierigen Zeiten ist Überparteilichkeit eine Chance für Ruhe, Ordnung und ein positives Klima im Land zu sorgen. Die GÖD zeigt das sehr schön vor, weil hier mit einer Stimme gesprochen wird, die immer wieder das Gemeinsame vor das Trennende stellt.“

Der Präsident der Arbeiterkammer NÖ und Vorsitzender des ÖGB NÖ. Markus Wieser, bekräftigte, „dass alle gut beraten sind, unser Land demokratisch weiterzuentwickeln. „Den Sozialpartnern kommt da ein wesentlicher Part zu, auch die Stärkung der Gewerkschaften ist wichtiger denn je.“
Der Niederösterreichische Landtagsabgeordneter Dr. Martin Michalitsch überbrachte die Grüße von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Er sieht angesichts der spannenden, politischen Phase, „für den öffentlichen Dienst eine unfassbar, große Herausforderung, denn die Ansprüche -Stichwort Gesundheitswesen, Sicherheit und Bildung - werden immer größer, die Budgets aber immer weniger. Wenn wir diese Republik erfolgreich in die Zukunft führen wollen, ist gelebte Sozialpartnerschaft das Gebot der Stunde.“

GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer warnte in seinem Grundsatzreferat vor Populisten und EU-fernen Politikern. „Europa muss munter werden!“, sagte Neugebauer, auch in Hinblick auf die Arbeitslosenzahlen in Österreich und in anderen europäischen Ländern. „Die große Gefahr ist, dass junge Menschen, die keine Arbeit haben, damit auch eine fehlende Perspektive haben. Beschäftigung ist das oberste Ziel von Gewerkschaften.“

Angesichts der Flüchtlingssituation und die zunehmend handgreiflichen Angriffe auf die Exekutive rief Neugebauer einmal mehr zur Solidarität mit den Polizisten und Polizistinnen des Landes auf und appellierte an die die führenden Politiker: „Die Bundesregierung muss sich eine planende, vorausschauende Personalwirtschaft zu eigen machen, damit wird die Sicherheitsdienstleistungen für das Land auch künftig erbringen können.“
Die Flüchtlingsströme und die damit verbundene Problematik beleuchtete Gastredner, Brigadier Mag. Dr. Walter Feichtinger, in seinem Referat „Europas stürmische Nachbarschaft“. Das Grundproblem, nämlich die Umbrüche im arabischen Raum, die russischen Ambitionen im Osten und der Islamischer Staat, bedürfen eines gesamteuropäischen Handlungskonzeptes, die europäische Außen- und Verteidigungspolitik müsse forciert werden. „Eine Festung Europa ist da keine Lösung. Das intellektuelle Potenzial Österreichs und Europas ist viel größer als so simple Lösungen wie Zäune.“

Am 17. Landeskongress nahmen 160 Delegierte aus allen 21 Berufsgruppen des „Öffentlichen Dienstes“ aus Niederösterreich teil.

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