NEOS: Nationaler Bildungsbericht ist klarer Handlungsauftrag für Bundesregierung

Matthias Strolz: „Befund und inhaltliche Stoßrichtung sind klar - wir müssen jetzt handeln“

Wien (OTS) - „Der Bildungsbericht des BIFIE zeigt erneut auf, was wir schon seit Jahren wissen: Österreich tritt in Sachen Bildung auf der Stelle. Die Ergebnisse sind nach wie vor unbefriedigend. Das Geld kommt einfach nicht bei den Schülerinnen und Schülern sowie beim Lehrpersonal an“, kommentiert NEOS-Klubobmann und Bildungssprecher Matthias Strolz die heute präsentierten Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichts 2015. „Es sollte nun auch der Regierung klar sein, wohin die Reise gehen muss: wir brauchen endlich eine indexbasierte Verteilung der finanziellen Mittel, klare Strukturen in der Schulverwaltung sowie eine umfassende Autonomie in pädagogischer, personeller und finanzieller Hinsicht für die Schulen. Jetzt heißt es loslegen und in die Gänge kommen“, fordert Strolz.

Wenn fast 40 Prozent der Schüler_innen am Ende der Volksschule die Standards in Lesen nicht oder nur teilweise erfüllen, könne man nicht zufrieden sein, erklärt der NEOS-Bildungssprecher: „So schicken wir die nächste Generation direkt zum AMS. Bestärkt wird dieser Umstand noch zusätzlich von der hohen Chancenungerechtigkeit in Österreich. Hier besteht dringender Handlungsbedarf!“ Eine der größten und schwierigsten Baustellen sieht Strolz zudem in der Frage der Schulverwaltung: „Es braucht endlich klare Strukturen und Verantwortlichkeiten. Die neuen Bildungsdirektionen sind leider nur ein machtpolitischer Minimalkonsens und eine Mogelpackung der übelsten Sorte. Dafür ist NEOS nicht zu haben! Bauen wir besser endlich die teuren doppelten Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern ab.“

Umgehend mit den ersten Schritten beginnen

„Der aktuell vorliegende Bericht bestätigt uns in unserer inhaltlichen Stoßrichtung und stellt eine klare Handlungsaufforderung an die Bundesregierung dar“, so Strolz. Die rund 175 Millionen Euro, die derzeit in den Neuen Mittelschulen jährlich zusätzlich für Team-Teaching vorhanden sind, will NEOS in einem ersten Schritt bereits ab Herbst den Schulen für schulautonome Maßnahmen zur Verfügung stellen. Zudem plädiert Strolz für die Ermöglichung von autonomen Pionierschulen: „Wir können sofort mit deren Einrichtung beginnen. Damit kämen endlich konstruktive, innovative und engagierte Kräfte im Schulsystem in die Entfaltung. Und diese Kräfte der Erneuerung gibt es allerorts.“

Für eine gelingende Bildungsreform brauche es schließlich eine breite Allianz der konstruktiven Kräfte, abseits von machtpolitischem Kalkül und parteipolitischer Taktik. „Für eine echte Bildungswende gilt es, Betroffene endlich zu Beteiligten zu machen. Wir NEOS sind und waren in diesem Kontext stets zur konstruktiven Mitarbeit bereit“, so Strolz abschließend.

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