IV und WK Kärnten: Wachstum und Beschäftigung müssen politische Top-Priorität haben

Ankündigung des „New Deal“ müssen sehr rasch konkrete Taten folgen: Unternehmen entlasten heißt Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglichen.

Klagenfurt (OTS) - „Österreichs Wirtschaftswachstum gibt ebenso wie der im europäischen Vergleich enorme Anstieg der Arbeitslosigkeit Grund zur Besorgnis. Entsprechende Ankündigungen im Sinne eines ‚New Deal‘ seitens der Bundesregierung lassen zwar durchaus hoffen, müssen aber sehr rasch von konkreten Taten begleitet werden“, schloss sich heute Christoph Kulterer, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Kärnten, den gemein-samen Ausführungen von IV-Präsident Georg Kapsch und WKÖ-Präsident Christoph Leitl an. So seien die negativen Folgen der Wachstums- und Investitionsschwäche in Österreich Monat für Monat an den steigenden Arbeitslosenzahlen ablesbar. „Diesen Kreis durchbrechen wir nur, indem wir den Wirtschaftsstandort international wieder wettbewerbsfähig und attraktiv für Investitionen und ausländische Unternehmen machen – letzteres kommt vor allem den heimischen KMU zugute, die indirekt davon profitieren“, so Kulterer. Auch WK-Präsident Jürgen Mandl unterstützt die Mahnungen und Warnungen der Wirtschaft: „Die heimischen Betriebe befinden sich aufgrund der Überregulierung in allen Bereichen in einem gefährlichen Investitionsstreik. Denn nur Unternehmen, die investieren, die neu gegründet oder übernommen werden, schaffen Einkommen und Arbeitsplätze.“

„Entbürokratisierung, ein modernes, flexibles Arbeitszeitrecht, eine Senkung der rekordverdächtigen Steuer- und Abgabenbelastung für Unternehmen, ein starker Fokus auf den Bereich Internationalisierung – das sind die bekannten Herausforderungen. Jetzt müssen sie endlich angegangen werden“, so Kulterer weiter, der konkret folgende Maßnahmen hervorstrich: „Die Halbierung der KÖSt auf nicht entnommene Gewinne sowie für einen konkreten Pfad zur Lohnnebenkostensenkung in Richtung des deutschen Niveaus von rund 22 Prozent wären wichtige und notwendige Schritte. Ebenso wie ein modernes Arbeitszeitrecht, welches mehr Flexibilität für Menschen und Unternehmen ermöglicht. Auch eine Abschaffung von Anachronismen wie der Rechtsgeschäftsgebühr ist hoch an der Zeit.“

Nicht zuletzt müsse der hohen internationalen Verflechtung der heimischen Wirtschaft verstärkt Rechnung getragen werden. „Rund 55 Prozent aller heimischen Güter und Dienstleistungen werden exportiert, jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt am Export. Diese Tatsachen zeigen, wie sehr Österreich von gut gemachten Freihandelsabkommen profitieren könnte. Das Mindeste ist daher eine sachliche, faktenbasierte Diskussion darüber, die wir derzeit leider noch nicht haben. Auch hier wird die Bundesregierung im Sinne einer langfristigen und nachhaltigen Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen gefordert sein“, mahnte Kulterer.

Einen „New Deal“ verlangt Mandl auch für Kärnten: Wie beim historischen Vorbild seien auch hierzulande relief, recovery und reform vonnöten. „Auch wir brauchen Erleichterung bei den bürokratischen Hemmnissen, damit wir die unternehmerische Freiheit wieder zurückgewinnen und nutzen können zum Wohl der Betriebe, ihrer Mitarbeiter und der ganzen Gesellschaft. Wir brauchen Erholung, also Maßnahmen, mit denen die derzeit sehr flaue Wirtschaftslage wieder belebt und angekurbelt werden kann. Und wir brauchen Reformen vor allem in der öffentlichen Verwaltung, damit endlich wieder etwas weitergeht in Kärnten.“

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