Industrie: Nationaler Bildungsbericht 2015 zeigt Handlungsbedarf

IV-GS Neumayer: Bildungsreform zügig umsetzen – Bildungsbericht als daten- und faktenbasierte Grundlage heranziehen – Prioritätensetzung der Regierung begrüßenswert

Wien (OTS/PdI) - „Wenn aktuelle Strukturen in den Bereichen Schulautonomie und –governance als ‚komplex, dysfunktional, kostenintensiv, inneffizient und in hohem Maße reformbedürftig‘ beschrieben werden, dann sollte der Handlungsbedarf evident sein. Wir brauchen jetzt endlich eine bessere individuelle Förderung aller Kinder, eine Verringerung der Segregation am Standort und im System, eine dringend notwendige Professionalisierung von Schulleitung und Pädagoginnen und Pädagogen sowie längst überfällige Veränderungen in der Schulverwaltung“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich der Präsentation des Nationalen Bildungsberichtes 2015. Dass die Regierungsspitze gestern Bildung als einen der fünf Schwerpunkte für die künftige Regierungsarbeit definiert habe, sei vor diesem Hintergrund daher ausdrücklich zu begrüßen, betonte Neumayer.

„Mit dem Nationalen Bildungsbericht liegt eine wissenschaftlich fundierte, auf Daten und Fakten basierende Grundlage für die Umsetzung dringend notwendiger Reformschritte vor. Die Ergebnisse sollten zum Anlass genommen werden, endlich jene Blockaden aufzubrechen, in denen die Schulpolitik seit Jahrzehnten gefangen ist. Wir appellieren daher an die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, die laufende Bildungsreform zügig und vollständig umzusetzen sowie zielorientiert an einer umfassenden Neugestaltung des Kindergarten- und Schulwesens zu arbeiten“, so der IV-Generalsekretär.

Auch wenn der heute vorgestellte Bericht einige wichtige Reformschritte vom November bestätige, müsse es parallel zur aktuellen Reform mit den großen, offen gebliebenen Bildungsfragen und inhaltlichen Reformüberlegungen weitergehen. “Dazu braucht es den Mut, ideologisch überlagerte Reizthemen bewusst in einen neuen, neutralen Kontext zu setzen. Wir müssen endlich Bildungsziele definieren, die Pflichtschulqualität deutlich steigern, über eine Bildungspflicht statt der Unterrichtspflicht nachdenken, Chancengerechtigkeit schaffen und Maßnahmen gegen Schulabbruch setzen. Österreich braucht eine ‚Bildungsrevolution‘ – dafür benötigt es ein gemeinsames Vorgehen mit den Betroffenen, der Politik, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft“, so Neumayer abschließend.

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