„Die Macht der schönen Konkubine“: „Universum History“-Dokudrama über „Chinas Verbotene Stadt“ am 27. Mai in ORF 2

Wien (OTS) - Sie gilt als ein Meisterwerk chinesischer Architektur und als größte Palastanlage der Welt – Chinas „Verbotene Stadt“. Mehr als eine Million Fronarbeiter und Hunderttausende Handwerker errichteten das heutige UNESCO-Weltkulturerbe in einer Bauzeit von nur 14 Jahren. Nach seiner Vollendung im Jahr 1421 diente der gigantische Komplex fast 500 Jahre lang als Residenz der feudalen Dynastien Chinas und als Schauplatz kaiserlicher Zeremonien. Die „Verbotene Stadt“ sollte das irdische Spiegelbild himmlischer Ordnung darstellen – so der Wunsch der Erbauer. „Universum History“ öffnet mit dem zweiteiligen Dokudrama „Chinas Verbotene Stadt“ von Christian Twente und Tilman Remme die Tore des gewaltigen Kaiserpalastes und nimmt die Zuseherinnen und Zuseher mit auf eine faszinierende Reise in eine fremde und rätselhafte Welt. Im Mittelpunkt des zweiten Teils – „Die Macht der schönen Konkubine“ – steht am Freitag, dem 27. Mai 2016, um 22.45 Uhr in ORF 2 das Schicksal einer Frau aus dem 19. Jahrhundert, das untrennbar mit Chinas „Verbotener Stadt“ verbunden ist – es ist das Schicksal der Konkubine Cixi.

Bis heute gilt sie als die wichtigste Frau in der Geschichte Chinas. Fast ein halbes Jahrhundert lang lenkte sie die Geschichte des Riesenreichs. Mit Charme, Kalkül und eisernem Willen soll ihr die heimliche Machtübernahme im Reich der Mitte gelungen sein. Vor ihr scheint der Regierungssitz der Kaiser Chinas in Peking mehr als 500 Jahre lang ein geheimnisvoller Ort prachtvoller Machtentfaltung gewesen zu sein. Doch mit ihr wurde er zum Schauplatz einer welthistorischen Wende.

Es ist eine Geschichte wie im Märchen: Nach dem Tod Kaiser Daoguangs im Jahr 1850 übernimmt sein erst 20-jähriger Sohn Xianfeng die Macht. 60 Mädchen aus der Sippe des Herrscherhauses müssen sich nun in der „Verbotenen Stadt“ einfinden. Die Mutter Xianfengs sucht eine Gemahlin und Konkubinen des neuen Kaisers aus. Die 15-jährige Yehenara, die später als Cixi in die Geschichte eingehen wird, wird nur zur Konkubine des niedrigsten Ranges ernannt. Das große Los zieht ein anderes Mädchen – sie wird zur Kaisergemahlin. Doch trotzdem gelingt es Yehenara, mit Hilfe eines einflussreichen Eunuchen, drei Monate lang jede Nacht mit Xianfeng verbringen zu dürfen. Während außerhalb der „Verbotenen Stadt“ Hungersnöte zu Aufständen führen, schenkt Yehenara dem Kaiser, „Sohn des Himmels“ genannt, einen Thronfolger. Den Überlieferungen zufolge ist der kranke und seines ritualisierten Tagesablaufs überdrüssige Kaiser all diesen Herausforderungen nicht gewachsen. Bei der Erledigung seiner Amtsgeschäfte lässt er sich fortan von seiner Lieblingskonkubine Yehenara zur Hand gehen. Unter dem Namen Cixi bestimmt sie jahrzehntelang die Politik Chinas.

In eindrucksvoll nachgedrehten Spielszenen zeigt der zweite und letzte Teil des „Universum History“- Dokudramas „Chinas verbotene Stadt“ die eindrucksvolle Geschichte des kaiserlichen Machtzentrums sowie seinen Verfall. Westliche Großmächte hatten der alten Kaiserherrschaft in China – nach rund 2.000 Jahren an der Macht – den Todesstoß versetzt. Doch die „Verbotene Stadt“ hat Chaos und Untergang überdauert und ist bis heute das leuchtende Beispiel blühender Kultur aus dem „Reich der Mitte“.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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