Wirtschaft für Integration: Mit mehr Mut den Herausforderungen am Arbeitsmarkt begegnen

Podiumsdiskussion mit Hochhauser, Kopf und Scheiblecker

Wien (OTS) - „Mehr Mut und damit heraus aus der Problemtrance – wir haben genug analysiert!“, so Georg Kraft-Kinz, Obmann des Vereins „Wirtschaft für Integration“ nach der gestrigen Podiumsdiskussion zum Thema „Wird der Arbeitsmarkt zur Kampfarena?“ im Looshaus in Wien. Für Anna Maria Hochhauser (Generalsekretärin der WKO), Johannes Kopf (AMS Vorstand) und Marcus Scheiblecker (Stv. Leiter des Wifo) sind die Handlungsfelder klar erkennbar.

Belastungen senken, Perspektiven öffnen, Stimmung verbessern

Eine Senkung der Lohnnebenkosten wäre ein wichtiger Beitrag um die Wirtschaft anzukurbeln. So die Einschätzung am Podium.

„Arbeitsplätze sind nicht einfach ‚planbar‘, sondern müssen von den Unternehmen geschaffen werden. Und dazu bedarf es entsprechender Rahmenbedingungen“, betonte WKO Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. „Bei den Investitionen muss die österreichische Wirtschaft acht verlorene Jahre verkraften, zudem lag das Wirtschaftswachstum vier Jahre in Folge unter 1 Prozent. Um eine Schubumkehr zurück zur Spitze zu schaffen und somit die Voraussetzungen für mehr Beschäftigung und eine niedrigere Arbeitslosigkeit zu schaffen, brauchen wir gezielte Investitionsanreize wie z.B. einen Investitionsfreibetrag, die Einführung einer vorzeitigen Abschreibung und einen Beteiligungsfreibetrag zur Mobilisierung von privatem Kapital ebenso wie mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt und eine bürokratische Entlastung.“

„Es geht um Wettbewerb, nicht um Kampf“, so Marcus Scheiblecker. „Ein Blick über die Grenzen macht deutlich, dass Österreich mehr Mut zu Innovation braucht!“  AMS Vorstand Johannes Kopf bewertet die Situation am Arbeitsmarkt „als sehr schwierig, nicht zuletzt durch eine schlechte Stimmung, die die Investitionskraft und Innovationsfreude der Unternehmen hemmt.“

Schlecht qualifizierte Arbeitnehmerinnen die selbst aus zugewanderten Familien stammen, kommen in der aktuellen Arbeitsmarktsituation besonders unter Druck. Die große Zahl an Flüchtlingen, die zu einem überwiegenden Teil als Schutzbedürftige anerkannt Asyl bekommen, bringen zusätzliche Herausforderungen.

„Wir dürfen in der Analyse nicht stecken bleiben, sondern müssen handeln“, so VWFI Obmann Kraft-Kinz.

Integration durch Bildung und Arbeit

„Wir haben keine Alternative, wir müssen und können die Situation gestalten“, macht Johannes Kopf deutlich. Im „Masterplan der Sozialpartner“ der am 26. April an die Bundesregierung übergeben worden ist, sieht Kopf wesentliche Eckpunkte für einen Weg aus der Krise.  Bildung, schnellere Asylverfahren, leichterer Zugang zum Arbeitsmarkt – sind u.a. Maßnahmen die nicht nur die Integration fördern, sondern auch in weiterer Folge wirtschaftlichen Nutzen und gesellschaftspolitische Stabilität sichern, so die Bewertung der Vorschläge.

 „Es geht um Integration durch Bildung und Arbeit“  unterstreicht VWFI Obmann Georg Kraft-Kinz.  Und WKO Generalsekretärin Hochhauser betont: „Beim Thema Integration sind sich die Sozialpartner einig, dass jene, die hier sind, so gut und schnell wie möglich integriert werden müssen, etwa durch rasche Vermittlung von Deutschkenntnissen, zügige Asylverfahren und einen verbesserten Arbeitsmarktzugang. Denn klar ist: Arbeit und Beschäftigung sind die beste Integration und müssen jedenfalls Vorrang vor Transferleistungen haben.“

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