ÖAMTC-Test: Gute Kinderradhelme müssen nicht teuer sein(+ Foto)

Drei Helme teilweise erheblich mit Schadstoffen belastet

Wien (OTS) - Ob Fahrrad, Skateboard oder Inlineskates – Kinder lieben die Mobilität auf Rädern und Rollen. "So eine Fahrt ist aber nicht immer ungefährlich", weiß ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Umso wichtiger ist es daher, einen wirksamen Kopfschutz zu tragen." Rechtzeitig zu Beginn der warmen Jahreszeit hat daher der ÖAMTC in Zusammenarbeit mit seinen Partnerclubs elf Kinder- und acht Kleinkinder-Fahrradhelme getestet. "Ein guter Helm bietet nicht nur Schutz, sondern auch angenehme Trageigenschaften und eine einfache Handhabung", erklärt der ÖAMTC-Techniker. "Daher werden alle Helme in den Kriterien Unfallschutz, Komfort, Hitzebeständigkeit und Sichtbarkeit überprüft."

Fünfmal "gut", viermal "befriedigend" aber auch je einmal "genügend" und "nicht genügend" – so lautet das Ergebnis bei den Kinderhelmen. Testsieger wurde der Cratoni Akino, der die Tester in allen Kategorien überzeugen konnte. "Dieser Helm zeigt auch, dass gute Helme nicht teuer sein müssen", ergänzt Kerbl. Der Fischer FZ-018 fiel bei der Hitzebeständigkeitsprüfung negativ auf und konnte daher nur mit "genügend" bewertet werden. "Beim Test löste sich die äußere Folie, dadurch leistet der Helm im Falle eines Sturzes keine ausreichende Aufprallsicherheit mehr", erläutert der ÖAMTC-Experte. Den letzten Platz belegt der ABUS Scraper Kid. Verantwortlich dafür ist eine nachgewiesene Schadstoffbelastung in den Riemen und Pads.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Kleinkinderhelmen. Vier "guten" Helmen stehen drei "nicht genügende" gegenüber. Den ersten Platz belegt der Little Nutty von Nutcase, der diese Platzierung neben dem guten Unfallschutz vor allem dem Komfort und der leichten Handhabung verdankt. Preislich ist er allerdings im oberen Mittelfeld angesiedelt. "Zwei besondere Fälle sind der O’Neal Dirt Lid Kids und der Melon Urban Active", hält der ÖAMTC-Techniker fest. "Beide Helme sind deutlich größer als angegeben. Deshalb fallen sie bei der Abstreifprüfung durch und können nur mit 'nicht genügend' bewertet werden." Eine erhöhte Schadstoffbelastung brachte dem Giro Scramp Mips ein "nicht genügend" ein.

ÖAMTC-Tipps für den Fahrradhelm-Kauf

"Ein Fahrradhelm muss in erster Linie passen und durch gute Verstellsysteme leicht einstellbar sein", lautet die wichtigste Empfehlung Kerbls. "Daher ist es wichtig, dass man sich für den Kauf eines Fahrradhelms ausreichend Zeit nimmt." Fünf Tipps für den Kinderradhelm-Kauf:

  • Das Kind zum Kauf unbedingt mitnehmen. Trotz vieler Einstellmöglichkeiten passt nicht jeder Helm zu jedem Kopf. Das Modell unbedingt vorher probieren.
  • Auf das Prüfzeichen EN1078 achten, dann ist ein gewisses Sicherheitsniveau bereits gegeben.
  • Der Helm soll mit reflektierenden Aufklebern versehen sein. Diese können allerdings auch nachgerüstet werden. Helles Farbdesign ist zu bevorzugen.
  • Helmschlösser sollten durch Laschen so abgedeckt oder gestaltet sein, dass beim Schließen die Haut nicht gezwickt wird.
  • Die Optik spielt für die Kleinen eine große Rolle. Der Helm muss dem Kind gefallen, nur so setzt es die neue, "coole" Kopfbedeckung auch gerne auf.

"Hat ein Fahrradhelm bei einem Sturz seinen Dienst getan, muss er getauscht werden, auch wenn mit freiem Auge oft keine Schäden erkennbar sind", lautet der abschließende Rat des ÖAMTC-Experten.

Details und alle weiteren Tests des ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests.

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