ÖVP-Schmidt: Österreich bei Messung der Landwirte-Einkommen nicht benachteiligen

ÖVP-Europaabgeordnete fordert bessere Datenerhebung in anderen Ländern

Brüssel, 24. Mai 2016 (OTS) Weil die Datenerhebung bei der Berechnung von EU-Förderungen in manchen Ländern zu lax gehandhabt wird, befürchtet die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt eine Benachteiligung österreichischer Landwirte gegenüber den Landwirten anderer EU-Länder.****

"Österreich ist hier vorbildlich und liefert mehr Daten als
der europäische Durchschnitt und hat dadurch absurderweise de
facto erschwerten Zugang zu Förderungen. Nur wenn alle Mitgliedstaaten nach den gleichen definierten Kriterien bewertet werden, kann die fortlaufende Benachteiligung österreichischer Landwirte behoben werden", so Schmidt heute im Haushaltskontrollausschuss des EU-Parlaments.

Der Europäische Rechnungshof hat Methoden und Datenerhebung
zur Messung des Einkommens von Landwirten in der EU kritisch untersucht. Die Daten werden EU-weit erhoben, weil ein Teil der EU-Agrarförderungen darauf beruhen. Schmidt ist Berichterstatterin der EU-Volksvertretung für die Kontrolle dieser Berechnungsmethoden.

"Es kann und darf nicht sein, dass in Mitgliedstaaten wie beispielsweise Rumänien aus Angst vor dem nationalen Fiskus grundsätzlich keine Buchhaltung geführt wird, und die EU-Kommission daraufhin sehr großzügig schätzt, wieviel den Landwirten zusteht. Dieses Ungleichgewicht muss ein Ende finden. Wenn Intransparenz belohnt und Transparenz bestraft wird, haben
wir einen Fehler im System", erklärte Schmidt.

Die EU-Kommission müsse nun handeln, so die ÖVP-Abgeordnete. "Die oft gewünschte Entbürokratisierung darf kein Vorwand für bewusstes Wegschauen sein, wenn es darum geht, repräsentative
Daten aus allen Landwirtschaftsbereichen, zu allen Betriebsarten
und -größen zu sammeln."

"In Zeiten, in denen von den Landwirten immer mehr in Sachen Lebensmittelqualität gefordert wird, darf es keine blinden Flecken im System geben. Das Gefälle zwischen den Mitgliedstaaten bei der Datensammlung muss ausgeglichen werden", so Schmidt.

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