Währing: Das Parkpickerl kommt mit 5. September

Wien (OTS) - In 15 von 23 Wiener Bezirken gilt die Parkraumbewirtschaftung bereits. Mit 5. September 2016 kommt Währing hinzu, nachdem sich die neue Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) und die Währinger Bezirksvertretung Anfang des Jahres dafür ausgesprochen haben. Die Vorbereitungsarbeiten verlaufen plangemäß. BewohnerInnen können ihr Parkpickerl online ab 6. Juni oder persönlich im Bezirksamt ab 27. Juni beantragen. In mehreren Veranstaltungen informiert die Bezirksvorstehung über alle Details. In Währing kommt von Anfang an das elektronische Parkpickerl zum Einsatz, das für NutzerInnen wie Verwaltung viele Vorteile bringt.

„Währing hat in den vergangenen Jahren erheblich unter der Verkehrssituation gelitten. Die Straßen sind zugeparkt, die Straßenbahnen bleiben aufgrund schlecht geparkter Fahrzeuge sehr oft stecken, Zu-Fuß-Gehen und Radfahren sind ungemütlich und manchmal gefährlich“, sagt die Währinger Bezirksvorsteherin Silvia Nossek. „Umso mehr freuen wir uns, dass die Vorbereitungsarbeiten für die Parkraumbewirtschaftung in unserem Bezirk plangemäß laufen. Ab 5. September wird Währing aufatmen und spürbar an Lebensqualität gewinnen.“

Die Parkraumbewirtschaftung wird im 18. Bezirk flächendeckend eingeführt. „Die Lösung für den gesamten Bezirk ist die bessere Variante. Wie wir in anderen Bezirken, beispielsweise Penzing, gesehen haben, verlagern sich bei Teillösungen die Belastungen und später sind erst recht Adaptierungen notwendig“, sagt Leopold Bubak, Leiter der Wiener Magistratsabteilung 65 und zuständig für die Parkraumbewirtschaftung in Wien. „Überall, wo das Parkpickerl gilt, hat sich die Situation verbessert. Das zeigen die Erfahrungen und Daten aus anderen Bezirken, vor allem in den zuletzt 2012 dazu gekommenen im Westen der Stadt. Auch wenn das Pickerl nicht bei allen auf Gegenliebe stößt, gibt es kaum BewohnerInnen, die sich die Situation vor der Einführung des Parkpickerls zurückwünschen“, so Bubak.

Kurzparken in Währing von 9 bis 19 Uhr

Die Kurzparkzone wird auch in Währing – wie in den anderen Westbezirken – von Montag bis Freitag (werktags) von 9 bis 19 Uhr gelten. Das Parken ist mit Parkschein oder Handy-Parken maximal 3 Stunden möglich. In den ausgewiesenen Geschäftsstraßen – Währinger Straße, Teile der Gentzgasse, Kreuzgasse, Simonygasse und Gersthofer Straße – gilt die Kurzparkzone (werktags) mit einer Parkdauer von 1,5 Stunden von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und, ausgenommen Kreuzgasse, auch am Samstag von 8 bis 12 Uhr.

BewohnerInnen parken mit Parkpickerl um 40 Cent pro Tag

Für BewohnerInnen kann ein Parkpickerl ausgestellt werden, wenn ein Fahrzeug am Währinger Hauptwohnsitz der AntragstellerInnen auf deren Namen zugelassen ist und auch selbst gefahren wird. Für Personen mit Hauptwohnsitz in Währing, die ein Dienstfahrzeug nutzen, kann ebenfalls ein Parkpickerl ausgestellt werden. Das Pickerl kann für mindestens 3 Monate und maximal 2 Jahre beantragt werden. Danach muss jeweils um Verlängerung angesucht werden.

Je nach Bewilligungszeitraum belaufen sich die Kosten auf 90 Euro für 1 Jahr bzw. 180 Euro für 2 Jahre. Dazu kommen einmalig die Kosten für den Antrag, wobei Zeit und Geld gespart werden kann, wenn das Parkpickerl online beantragt wird. Umgerechnet kostet das Parkpickerl rund 40 Cent pro Tag. Anträge sind online unter www.parkpickerl.wien.at ab 6. Juni sowie persönlich im Bezirksamt ab 27. Juni möglich.

Mit dem Parkpickerl für BewohnerInnen ist das Parken im 18. Bezirk und in der sogenannten Überlappungszone im 17. Bezirk zeitlich uneingeschränkt möglich – mit Ausnahme von Geschäftsstraßen. Dort kann mit Parkpickerl des Bezirks und Parkscheibe 1,5 Stunden kostenlos geparkt werden.

Elektronisches Parkpickerl

Von Anfang an wird in Währing das neue elektronische Parkpickerl zum Einsatz kommen, das in den vergangenen Monaten im 4. und 5. Bezirk erfolgreich getestet wurde. Es besteht aus einem Parkkleber mit integriertem Chip und wird wie der bisherige Parkkleber an der rechten oberen Ecke innen an der Windschutzscheibe angebracht. „Der Chip ist wieder aufladbar, bei Verlängerung des Pickerls muss das alte nicht mehr abgekratzt und ersetzt werden. Außerdem kann es über Jahre auf der Windschutzscheibe bleiben und sollte die durchschnittliche Lebensdauer eines Fahrzeuges erreichen. Verlängerungsanträge können beim elektronischen Parkpickerl einfacher und kostensparender abgewickelt werden“, erklärt Leopold Bubak einige Vorteile des elektronischen Pickerls.

Weniger Verkehr, bessere Luft, mehr freie Parkplätze

„Der Bezirk wird aufatmen. Das Parkpickerl bringt nachweislich mehr freie Parkplätze für BewohnerInnen, weil es weniger Langzeitparkende – etwa PendlerInnen oder TouristInnen – gibt. Handwerker und Servicedienste profitieren ebenfalls von mehr freien Parkplätzen“, sagt Silvia Nossek.

„Parkraumbewirtschaftung bedeutet außerdem weniger Abgase, weniger Lärm, weniger Feinstaubbelastung, bessere Luft. Im Zuge der Neuerung werden wir auch die Möglichkeit für etliche Verbesserungen im öffentlichen Raum haben: für mehr Grünflächen und Bäume, breitere Gehsteige, durchgängige Radverbindungen und besser einsehbare Kreuzungen. Das kommt vor allem Kindern und älteren Menschen zugute“, so Silvia Nossek. Mehr Bäume und Grünflächen sind vor allem für das Kreuzgassenviertel geplant, Verbesserungen für den Radverkehr durch möglichst flächendeckende Öffnung der Einbahnen. Bessere Sichtbedingungen durch Gehsteigvorziehungen soll es bald an den Kreuzungen Alsegger Straße / Ferrogasse und Lacknergasse / Währinger Straße sowie rund um die Volksschule Schulgasse geben. Breitere Gehsteige sind ebenfalls ein Ziel, ein erstes Projekt betrifft das Durchgang-Haus Währinger Straße 100 zur Gentzgasse 21 – eine Stelle, an der in der Währinger Straße derzeit auch die Straßenbahn häufig behindert ist.

Betriebe und Beschäftigte

UnternehmerInnen aus Währing können für Firmenfahrzeuge ebenfalls Ausnahmegenehmigungen von der Kurzparkzone erhalten. Diese werden in Form von Parkkarten erteilt. Es wird daran gedacht, diese Parkkarten ebenso wie das Parkpickerl für BewohnerInnen künftig in elektronischer Form auszuführen. Parkkarten für Betriebe kosten wie das BewohnerInnen-Parkpickerl 90 Euro für 1 Jahr bzw. 180 Euro für 2 Jahre. Jedes weitere Fahrzeug kostet 186 Euro für 1 Jahr bzw. 372 Euro für 2 Jahre.

Für Beschäftigte in Währinger Betrieben gibt es die Möglichkeit, bei der MA 65 eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Die Kosten belaufen sich auf 60 Euro für 1 Jahr bzw. 120 Euro für 2 Jahre. Dazu kommen jeweils die Antragsgebühren.

Sowohl für Betriebe als auch für Beschäftigte gelten besondere Bedingungen für die Erteilung von Ausnahmengenehmigungen.

Informationsveranstaltungen für Währing
Die Bezirksvorstehung Währing lädt in den nächsten Wochen zu einer Reihe von Info-Veranstaltungen mit der Möglichkeit, sich über alle Details der Parkraumbewirtschaftung im Bezirk zu informieren und mit ExpertInnen zu sprechen:

Dienstag, 24. Mai 2016, 18.30 Uhr, Schutzhaus Schafberg, Czartoryskigasse 190, (gemeinsam mit Bezirksvorstehung 17. Bezirk, Fokus Überlappungszone, Lückenschluss 17. Bezirk/Schafberg).

Dienstag, 7. Juni und Mittwoch, 15. Juni 2016, Open House im Pfarrsaal St. Gertrud, Gentzgasse 22. Vorbeikommen ist jederzeit zwischen 15 und 20 Uhr möglich.

Am Dienstag, 31. Mai 2016 lädt die Bezirksvorstehung Währing außerdem gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien von 19 bis 21 Uhr zu einer Informationsveranstaltung speziell für Unternehmen und Organisationen ein. Festsaal des Amtshauses, Martinstraße 100.

Kontakte und Informationen für BürgerInnen
Alle Informationen zum Parkpickerl finden sich unter www.parken.wien.at. Auskünfte gibt die Infoline Straße und Verkehr täglich von 7 bis 18 Uhr unter +43 1 955 59. Bei Fragen kann man sich außerdem an parken@post.wien.gv.at wenden.

Rückfragen & Kontakt:

Bezirksvorsteherin Mag. Silvia Nossek
Bezirksvorstehung Währing
silvia.nossek@wien.gv.at
+43 1 4000 18111
www.waehring.wien.at

Andreas Baur
Mediensprecher Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr
+43 664 831 74 49
andreas.baur@wien.gv.at

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