„Österreichs Energiestrategie braucht Gas“

Die erneuerbaren Energien brauchen Gas als unverzichtbaren Partner. Denn das saubere Gas deckt den Energiebedarf auch dann zuverlässig, wenn Wind, Sonne und Wasser das nicht können.

Wien (OTS) - Gas ist der Schlüssel für eine saubere, nachhaltige und leistbare Energiezukunft. Erneuerbare Energien wie Biomasse, Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft sind wichtige Elemente der Energiestrategie der Zukunft. Die hier erzeugte Energiemenge wird in den kommenden Jahren aber weder alleine noch in Kombination ausreichen, um den Energiebedarf in Österreich zu decken und die sichere Energieversorgung für Unternehmen und Konsumenten zu garantieren.

Die Praxis zeigt: Die Erneuerbaren sind volatil. Versorgungsschwankungen müssen dann ausgeglichen werden, wenn Solarparks aufgrund einer Wolkenfront wegfallen, wenn Windräder bei Flaute oder Sturm stillstehen oder Wasserkraftwerke aufgrund von Niedrig- oder Hochwasser ausfallen.
Dann muss die benötigte Energie aus anderen, zuverlässigen Energiequellen kommen – wie dem sauberen Erdgas. 18 teils sehr moderne, hocheffiziente und abgasarme Gaskraftwerke stehen in Österreich bereit und können bei Bedarf binnen einer Viertelstunde einspringen und dringend benötigten Strom oder Wärme liefern. „Das macht Gas für die Energiewende so wertvoll und zeigt: Österreichs Energiestrategie braucht Gas“, sagt Mag. Robert Grüneis, Obmann des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) und Vorstandsdirektor der Wiener Stadtwerke AG: „Darüber hinaus ist Gas flexibel einsetzbar und bietet selbst in Form von Biogas eine erneuerbare Alternative.“

Das Gasnetz als Speicher

Mehr als eine Million Haushaltskunden in ganz Österreich und weitere zigtausende Industrie-, Gewerbe- und Handelsbetriebe und knapp 180 Tankstellen werden zuverlässig mit Gas versorgt. Mit einem erheblichen Teil des Gases wird auch Strom produziert.
Gas ist aber nicht nur ein wichtiger Energielieferant. Das Gasnetz eignet sich auch als Speicher für überschüssigen Strom, der mittels Photovoltaik oder in Windparks gewonnen wird. Dieser Strom kann mit innovativer Power-to-Gas Technologie in Gas umgewandelt, im Gasnetz gespeichert und dann entnommen werden, wenn die Energie benötigt wird.[1]
Großes Potential sieht der Fachverband auch in erneuerbarem Gas: dem ebenfalls feinstaubfreien und CO2-neutralen Biomethan. Es wird vor allem aus Pflanzenresten der Biotonnen, aus Küchenabfällen und Gülle gewonnen. Aus der Ausgangs-Biomasse entsteht mit Hilfe von Mikroorganismen in mehreren Vergärungsschritten das natürliche Biogas. Dieses wird anschließend entweder direkt verstromt oder gereinigt und so in das Gasnetz eingespeist. Österreichweit gibt es derzeit 13 Biomethan-Aufbereitungsanlagen.
Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen: „Flexibel einsetzbares konventionelles und erneuerbares Gas müsse im Energiemix der Zukunft eine zentrale Rolle spielen.“ Aktuell benötigen Österreichs Haushalte, Industrie, Stromversorger und Autofahrer rund sieben Milliarden Kubikmeter Erdgas, um Wohnungen und Betriebe zu heizen, um Produktionsprozesse am Laufen zu halten, Auto zu fahren oder Strom zu produzieren.
Grüneis abschließend: „Als Gaswirtschaft stehen wir zur Energiewende. Wir müssen in Österreich aber auch jene Möglichkeiten zulassen, die der flexible Energieträger Gas in allen Bereichen der Energieversorgung bietet, um die Energiestrategie zu einem Erfolg werden zu lassen, da es dabei nicht nur um Klimaschutz, sondern vor allem auch um die Themen Versorgungssicherheit und Leistbarkeit der zukünftigen Energieversorgung geht.“

Über den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen:

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein. Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.

[1] Bei diesem „Power2Gas-Verfahren“ wird mittels Wasserelektrolyse und teilweise nachgeschalteter Methanisierung erneuerbares Gas hergestellt.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Michael Mock, Geschäftsführer
Mail: mock@gaswaerme.at
Tel: +43 1 513 15 88
Web: www.gaswaerme.at

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