Niederösterreich startet Offensive für Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln

Woche der Landwirtschaft von 12. bis 19. Juni mit über 30 Veranstaltungen

Wien (OTS) - Täglich werden rund 50% der Mahlzeiten nicht zuhause verspeist, sondern in öffentlichen und privaten Gemeinschaftsverpflegungs-Einrichtungen sowie der Gastronomie. Meist wissen die Kunden allerdings nicht, woher ihr Essen am Teller stammt. Landeshauptmann Erwin Pröll und Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes legten daher heute im SeneCura Sozialzentrum in Grafenwörth, NÖ, unter dem Motto "Gut zu wissen" ein gemeinsames Bekenntnis zu mehr Transparenz bei der Herkunftskennzeichnung ab. Das Land Niederösterreich setzt seit langem auf heimische Lebensmittel. Ab Sommer wird in den Großküchen des Landes die regionale Herkunft von Fleisch und Eiern auch sichtbar gemacht.

"Mit diesem Schritt schaffen wir Transparenz und Sicherheit für alle, die in den Küchen des Landes Essen konsumieren. Wir wollen damit ein gutes Beispiel und Vorbild für andere abgeben und das Bewusstsein für regionale Lebensmittel festigen. Wir wollen so unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern stärken, denn wer zu heimischen Produkten greift, der sichert Wertschöpfung für unsere Landwirtschaft", so Pröll.

Einfache und unbürokratische Kennzeichnung gefordert

Die Landwirtschaftskammern aller österreichischen Bundesländer verlangen für die Gemeinschaftsverpflegung eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch und Eiern. Restaurants und Gasthäuser können freiwillig daran teilnehmen. Das Vorbild dafür ist die seit 2005 gesetzliche Kennzeichnung in der Schweiz, die einfach sowie unbürokratisch funktioniert und sehr geschätzt wird - auf Aushangtafeln, elektronischen Anzeigetafeln, Wochen-Menüplänen oder als Beiblatt in der Speisekarte. Das gemeinsame Kommunikationsdach "Gut zu wissen" macht diese Transparenz sichtbar. (Internet:
http://www.gutzuwissen.co.at).

Niederösterreich ist Vorreiter bei regionalen Lebensmitteln

"Nachhaltiges Wirtschaften, Tierwohl und Naturschutz sind allgemeine Anliegen, die unsere Bäuerinnen und Bauern täglich leben. Dafür verdienen sie Anerkennung. Diese hohen Standards verursachen auch Kosten, die von den Preisen getragen werden müssen. Konsumenten sind nur dann bereit, diese zu bezahlen, wenn sie sich auf die österreichische Herkunft wirklich verlassen können. Deshalb wollen wir in der Gemeinschaftsverpflegung diese Herkunft verpflichtend erkennbar machen. Gleichzeitig danke ich allen Gastronomen, die freiwillig auf österreichische Herkunft Wert legen", erklärte Schultes. Er will diese vorbildlichen Betriebe auch in der "Woche der Landwirtschaft" vom 12. bis 19. Juni vor den Vorhang holen. Schultes dankte heute LH Pröll "im Namen aller niederösterreichischen Bäuerinnen und Bauern dafür, dass er wesentlich zur Stärkung eines NÖ-Bewusstseins beigetragen und somit Heimat als Wert in unserem Bundesland verankert hat".

Senecura und SV Österreich kochen für ihre Kunden regional

Die Vorteile regionaler Lebensmittel schätzt auch das SeneCura Sozialzentrum Grafenwörth. So liegt es auf der Hand, dass die Bewohner der Pflegeeinrichtung, der ansässige Kindergarten und die Volksschule mit Speisen österreichischer Herkunft verwöhnt werden:
"Gutes Essen trägt wesentlich zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität unserer Bewohner bei. In den SeneCura Häusern wird mehrmals täglich nach dem Motto 'Genussvoll G'sund' frisch gekocht. Dafür verwenden wir hauptsächlich regionale Produkte aus der Umgebung und informieren auch darüber", berichtete Geschäftsführer Anton Kellner.

Dem schloss sich auch Kooperationspartner SV Österreich, Betreiber der Küche von SeneCura, an. "Effizientes Umweltmanagement und Nachhaltigkeit sind in der Gastronomie heute mehr denn je gefordert. Wir setzen daher neben Energiesparmaßnahmen und der Reduktion sämtlicher Umweltauswirkungen in unseren Küchen auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten. Dadurch werden kurze Transportwege sowie geringere Emissionen gewährleistet und die Produkte kommen saisonfrisch in unsere Küchen. Mit diesem Ansatz können wir unseren Gästen die beste Kombination aus Genuss und Qualität bieten und gleichzeitig die heimische Landwirtschaft stärken", bekräftigt Andreas Kabela, Geschäftsführer der SV (Österreich) GmbH. Die Vertreter von SeneCura und SV Österreich betonten auch ihre Absicht, die Landwirtschaftskammer-Initiative "Gut zu wissen" zu unterstützen.

Woche der Landwirtschaft mit Schwerpunktthema Lebensmittelherkunft

Dem Schwerpunktthema "Unser Essen: Wo's herkommt" widmet sich auch die NÖ Woche der Landwirtschaft von 12. bis 19. Juni. In allen Bezirken Niederösterreichs sind Veranstaltungen und Aktivitäten geplant. Best practice-Beispiele von regionalen Anbietern werden vor den Vorhang geholt und bei Public Viewing Events anlässlich der Österreich-Matches bei der Fußball-EM wird rot-weiß-rote Genusskultur zelebriert.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bernadette Laister, Pressesprecherin LK NÖ,
Mobil: 0664/6025929307, E-Mail: bernadette.laister@lk-noe.at
Bernhard Heinl, Büro LH Dr. Erwin Pröll,
Tel.-Nr. 02742/9005-12030, E-Mail: bernhard.heinl@noel.gv.at
Katrin Gastgeb, SeneCura Kliniken- und HeimebetriebsgmbH,
Tel.-Nr. 01/5856159-27, E-Mail: k.gastgeb@senecura.at

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