Vladyka: Neiddebatte auf dem Rücken der Schwächsten muss aufhören

Statt Kürzung von Sozialleistungen wirksam Armut bekämpfen

St. Pölten (OTS) - „Das Gesellschaftsbild, das hinter den fortgesetzten Angriffen auf BMS-BezieherInnen steht, macht mir Angst! Denn es zielt darauf ab, in Not geratene Menschen glattweg im Stich zu lassen und eine Gesellschaft zu schaffen, in der nur derjenige wertvoll ist, der wirtschaftlichen Erfolg vorweisen kann! Menschlichkeit zeigt sich aber darin, wie wir mit den Schwachen umgehen! Und niemand sollte vergessen, dass auch der heute Erfolgreiche und Starke aus der Bahn geworfen werden und auf Hilfe angewiesen sein kann“, so die Sozialsprecherin der SPÖ-NÖ anlässlich der neuerlichen Debatte über die Mindestsicherung im NÖ-Landtag.

„Neben den rein menschlichen Gründen sprechen aber auch einige sogenannte harte Fakten gegen Kürzungen der BMS. Denn es ist schlicht unrichtig so zu tun, als würden sich die Menschen in der BMS einfach ausruhen, wie das ja auch der Titel dieser Aktuellen Stunde suggeriert. Wahr ist vielmehr, dass die durchschnittliche Bezugsdauer derzeit in NÖ rund sieben Monate beträgt! Es ist auch unrichtig und dient nur zur Verunsicherung und zum Schüren von Neid, wenn so getan wird, als würden alle BMS-BezieherInnen bequem und ohne Arbeit tausende Euros bekommen – die durchschnittliche Höhe der Mindestsicherung beträgt lediglich 304 Euro im Monat und ist an strenge Auflagen geknüpft“, macht LAbg. Vladyka deutlich

Die ständig wie ein Allheilmittel präsentierte Deckelung würde für das Budget außerdem gerade einen Tropfen auf den heißen Stein bedeuten, aber Menschen in echte und bittere Armut stürzen. „Sie wäre lediglich Kosmetik und löst kein einziges Problem! Die derzeit geführte Diskussion ist nur dazu geeignet, Neid und Missgunst zu schüren, anstatt eine solidarische Gesellschaft zu stärken! Daher wäre es viel sinnvoller, den Arbeitsmarkt anzukurbeln – etwa durch die Einführung einer flächendeckenden LKW-Maut, die Mindestlöhne zu erhöhen, in Integration und Bildung zu investieren oder die Kinderbetreuungsplätze auszubauen, kurzum ganz einfach diejenigen Maßnahmen anzugehen, die wirklich gegen Armut helfen und damit tatsächlich nachhaltig die Sozialbudgets entlasten“, so Vladyka abschließend.
(Schluss) kr

Rückfragen & Kontakt:

SPNÖ-Landtagsklub
Mag.a Rita Klement
Pressereferentin
02742 9005 DW 12560, Mobil: 0676/7007309
rita.klement@noel.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002