Nationalrat – Wimmer: An einer Arbeitszeitverkürzung führt kein Weg vorbei

Die Herausforderungen der Digitalisierung als Chancen für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft begreifen

Wien (OTS/SK) - Für SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer ist klar, dass man um eine Arbeitszeitverkürzung nicht umhin kommt. Er fasste heute, Donnerstag, im Nationalrat zusammen: „In Österreich werden pro Jahr 300 Millionen Überstunden von den Erwerbstätigen angesammelt, Frauen und Männer arbeiten bis zum Umfallen – gleichzeitig haben wir 400.000 Menschen ohne Jobs. So geht es nicht weiter. Wir müssen Arbeit fair auf mehr Menschen verteilen, eine Arbeitszeitverkürzung ist der richtige Weg dorthin.“ In den kommenden Tagen wird, so Wimmer, für die Metallindustrie ein zukunftsweisendes Arbeitszeit-Modell präsentiert, das gemeinsam von den Sozialpartnern erarbeitet wurde. „Wir müssen die Herausforderungen der Digitalisierung als Chancen für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft begreifen“, ist Wimmer sicher. ****

Wimmer bekräftigte in seinem Redebeitrag, wie schon Bundeskanzler Christian Kern zuvor, die Wichtigkeit des Wirtschafts- und Industriestandortes Österreich. "Mit fast 19 Prozent Industriequote gehört Österreich zu den stärksten Industrieländern in Europa, mit großen und steigenden Exporterfolgen“, fasst Wimmer zusammen. Mehr als zwei Millionen hochqualifizierte und motivierte Beschäftigte arbeiten direkt und indirekt in der Industrie. Unverständlich ist es daher für den Industriesprecher, dass manche politische VertreterInnen glauben, „unseren Wirtschaftsstandort krankjammern zu müssen. Stattdessen können und sollten wir stolz auf die Leistungen sein und darauf, dass wir in Österreich eine hervorragende Industrie und gute Arbeitsplätze vorfinden.“

„Digitalisierung und Industrie 4.0 sind zentrale Themen. Wir werden in der Zukunft mit immer weniger Menschen immer mehr produzieren können. Wir müssen daher für viele Fragen Lösungen entwickeln, zum Beispiel auf welcher Basis wir in Zukunft unsere sozialen Systeme finanzieren“, erklärte Wimmer. (Schluss) kg/mr

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