Die Timeline schläft nie – politische Kommunikation in Zeiten von Realtime und Social News

Veranstaltung „DeFacto-Highlight“ zum Trendthema Politik und Medien – Orientierung im Medienwandel durch Analysen – Echtzeit-Berichterstattung prägt Medienkonsum

Wien (OTS) - Wie funktioniert öffentliche Positionierung in der Politik heutzutage? Ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich für das – bereits seit längerem geplante – Branchenfrühstück der Reihe „DeFacto-Highlights“ am Mittwochvormittag in Wien nicht finden lassen. Profis aus der Praxis beleuchteten vor einem Fachpublikum aus politischen Kommunikatoren unterschiedliche Perspektiven und aktuelle Herausforderungen der medialen Politikvermittlung.

Medienanalysen bieten Überblick im Informationsdschungel

„Multi-Channel-Kommunikation, Interaktivität und Partizipation“, nannte etwa Manuel Kerzner, Analyse-Experte bei APA-DeFacto, als die derzeit größten Einflüsse in der politischen Kommunikation. Die Komplexität steige, der öffentliche Meinungsaustausch sei geprägt von Emanzipation und Vielfalt der Teilnehmer. Die Unübersichtlichkeit werde größer, es herrsche ein laufender, offener Wettbewerb der Ideen – „Es wird nicht leichter“, fasste der Experte zusammen.

Medienanalysen könnten in dieser fragmentierten Ausgangslage als „Aufdecker“ dienen und bis dato Verborgenes zum Vorschein bringen, erläuterte Kerzner. Die verdichtete und in Grafiken aufbereitete Untersuchung der Medienberichte verschaffe Orientierung und erlaube es, die Kommunikation und Positionierung anhand strategischer Ziele auszurichten und zu überprüfen. Klemens Ganner, Leiter von APA-DeFacto, zeigte dazu als topaktuelles Beispiel eine druckfrische Analyse des Bundespräsidenten-Stichwahlkampfs. „Beide Kandidaten haben sich vor dem zweiten Wahlgang etwa in ihren Wortmeldungen viel stärker dem Thema ‚Vertretung der Republik‘ gewidmet als davor – eine klare Ausrichtung auf das zukünftige Amt“, erklärte Ganner anhand der Themenanalyse.

Realtime und Social Media verändern die Berichterstattung

Einblicke von der gegenüberliegenden Seite der Politikberichterstattung gewährte Katharina Schell, Leiterin des Innenpolitik-Ressorts der APA – Austria Presse Agentur. „Ich plaudere aus der Schule – im wörtlichen Sinne, denn wir lernen in Zeiten wie diesen täglich dazu“, bestätigte auch sie eingangs die steigende Komplexität. „Die Erwartungen an die Geschwindigkeit sind sehr hoch. User sind es mittlerweile gewohnt, alles sofort zu erfahren, am besten noch bevor es passiert“, meinte Schell überspitzt. Sie brachte als Beispiel den kommenden Urnengang am Sonntag: „Vor 17 Uhr dürfen keine Ergebnisse veröffentlicht werden, die Leser erwarten sich aber den ganzen Tag über Neuigkeiten. Wir bereiten deshalb seit Tagen Storys vor, die die Online-Medien während des Wahltags in ihren Tickern verwenden können.“

Neben den „Klassikern“ der Kriterien, die die redaktionelle Arbeit der Nachrichtenagentur tagtäglich prägen, wie Richtigkeit, Schnelligkeit und Unabhängigkeit, kämen durch geänderte Nutzungsformen der User neue Herausforderungen hinzu, etwa der Umgang mit sozialen Medien. Diese müsse man laut Schell aus Mediensicht eher als Kanal denn als Quelle betrachten: „Junge Leser meinen zwar, sie bekommen ihre Infos über Facebook oder Twitter. Aber wie kommen denn diese Nachrichten in diese Plattformen hinein? Wiederum über bekannte Medien.“

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