Entwicklungszusammenarbeit: Kirchenlob für mehr Geld

Bischof Freistetter begrüßt Aufstockung der EZA-Mittel im Bundesfinanzrahmen als "ersten Schritt zur Trendwende"

Wien (KAP) - Die Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im soeben beschlossenen Bundesfinanzrahmen ist ein "erster Schritt zur Trendwende in der Entwicklungszusammenarbeit": Mit diesen Worten hat Bischof Werner Freistetter als Vorsitzender der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz (KOO) die Aufstockung der EZA-Gelder begrüßt. "Menschen in Afrika, Lateinamerika, Asien und im Nahen Osten brauchen Überlebenschancen und Perspektiven vor Ort", hielt Freistetter in einer Aussendung am Donnerstag fest. Österreichs Entwicklungszusammenarbeit könne dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

77 Millionen Euro mehr stehen nach einem Nationalratsbeschluss vom Mittwoch bis 2021 für die direkte Projekthilfe in der Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung. Die Erhöhung wird stufenweise ab 2017 bis 2021 erfolgen, jährlich plus 15,5 Millionen Euro. Verfrühte jubeln über den Bundesfinanzrahmen wolle die KOO aber nicht. Dieser ermögliche nur den Spielraum für die Mittelerhöhung bis 2017, entscheidend sei aber, dies auch im Budget zu verankern und die geplanten Aufstockungen abzusichern, erklärte die KOO.

"Politische Bemühungen für ein friedliches Zusammenleben, konkrete Hilfe in Not und langfristige Entwicklung müssen ineinandergreifen", führte der Militärbischof weiter aus. Dazu müssten auch die Ursachen von Konflikten im Blickfeld sein: "Die reichen von großer Ungleichheit über Ausbeutung von Rohstoffen bis zu den Folgen des Klimawandels."

Die KOO verwies dazu auf die "Agenda 2030": Mit den nachhaltigen Entwicklungszielen hätte die Staatengemeinschaft ein Werkzeug in der Hand, um wichtige Maßnahmen für Armutsbekämpfung, Umwelt und Entwicklung voranzutreiben. Dies sollte die Regierung ins Zentrum ihrer Bemühungen stellen, forderte die kirchliche Fachstelle.

((ende)) RME/JMO
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