Nationalrat – Preiner: Mit nationalem Weingesetz wurde weitere Grundlage für internationale Wettbewerbsfähigkeit geschaffen

Kultgetränk Uhudler ist als Obstwein abgesichert

Wien (OTS/SK) - Von einem „modernen Weingesetz unter Absicherung des Uhudlers auch als Obstwein“ sprach SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner in seiner gestrigen Rede im Parlament. Die drohende Rodung von Uhudler-Rebstöcken im Burgenland konnte damit abgewendet werden. Der Nationalrat beschloss gestern Abend mit breiter Mehrheit eine Novelle zum Weingesetz, die die Zukunft der Weinproduktion in Österreich im Allgemeinen und im Burgenland im Speziellen absichert. ****

Preiner fasst heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst die wesentlichen Inhalte der Weingesetznovelle zusammen: „Künftig gelten aufgrund einer aktualisierten Flächenerhebung der Europäischen Union neue Berechnungsmodalitäten für Weingartenflächen. Die Hektarhöchstertragsmenge wird nach Umstellung des Rebflächenverzeichnisses für Weingartenflächen um 10 Prozent auf 10.000 kg erhöht. Darüber hinaus werden verbesserte Bearbeitungsmethoden in den Weingärten und neue flächenmäßig größere Riedbezeichnungen dafür sorgen, dass die österreichischen Weinbauern und -bäurinnen international konkurrenzfähig bleiben“, so Preiner. Für Spätlesen und Auslesen kann bereits ab 1.Jänner des Folgejahres um Prüfnummer angesucht werden.

Die Weingesetz-Novelle macht es möglich, dass jene Uhudlersorten, die laut EU-Marktordnung als Wein nicht zulässig sind (wie z.B. „Isabella“) künftig als Obstwein in den Verkehr gebracht werden können. Damit ist der Uhudler in seinem Bestand abgesichert. Auf Initiative der burgenländischen Agrar-Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) wurden weiters neun Uhudler-Rebsorten durch die burgenländische Weinbauverordnung in die Kategorie Wein aufgenommen.

Des Weiteren wurde gestern das Katastrophenfondsgesetz aufgrund der Frostschäden vom April an landwirtschaftlichen Kulturen novelliert:
„Der Bund stellt 50 Millionen Euro für einmalige Entschädigungszahlungen auch für landwirtschaftliche Betriebe zur Verfügung, die nicht frostversichert waren und in ihrer Existenz gefährdet sind“, erklärt Preiner. Eine Expertengruppe erarbeitet die Kriterien für die Entschädigungszahlungen. In einem parlamentarischen Entschließungsantrag wird Landwirtschaftsminister Rupprechter aufgefordert, Finanzmittel aus dem EU-Katastrophenfonds anzufordern.

Bisherige Schätzungen ergaben Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen von über 200 Millionen Euro. Vom späten Aprilfrost sind österreichweit 40.000 Hektar Weingarten- und 12.000 Hektar Obstanbauflächen betroffen. Im Burgenland alleine sind es 10.700 Hektar Weingärten und 790 Hektar Obstanbauflächen. „Ziel ist, dass landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz abgesichert und Arbeitsplätze und Wertschöpfung in eher strukturschwächeren ländlichen Regionen erhalten bleiben“, argumentiert Preiner. (Schluss) kg/sc

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