ÖH fordert klares Bekenntnis zu freiem Hochschulzugang und gegen Studiengebühren

Personalentscheidung der SPÖ fragwürdig

Wien (OTS) - Die österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) sorgt sich um die zukünftige Politik des Bildungsministeriums und fordert ein klares Bekenntnis zur Ausfinanzierung des Bildungssektors und gegen Studienbeschränkungen.
„Wir sind irritiert über den Vorschlag die Vorsitzende der Universitätenkonferenz, Frau Hammerschmid, zur Bildungsministerin zu ernennen, da sie sich zuletzt öffentlich für Studiengebühren und einen beschränkten Hochschulzugang eingesetzt hat“, zeigt sich Meryl Haas vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung empört.
Der Abschied der SPÖ vom freien Hochschulzugang, der durch diese Personalentscheidung signalisiert wird, wäre fatal.
„Die Ausfinanzierung des Bildungssektors muss endlich erfolgen und wir erwarten, dass sie sich in ihrer neuen Position weiterhin und verstärkt dafür einsetzt! Die von ihr noch als Uniko- Vorsitzende geforderte kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung kann nur dann eine Alternative sein, wenn sie nicht Hand in Hand mit Studiengebühren und Zugangsbeschränkung eingeführt wird.“, fordert Haas.
Die Gewichtung der neuen Bildungsministerin darf von nun an nicht mehr auf einem Teilbereich des Hochschulsystems, wie das als Vorsitzende der Universitätenkonferenz der Fall war, liegen. Das Bildungssystem sowie das Hochschulsystem müssen ganzheitlich gedacht werden, vor allem auch im Bereich der Pädagog_innenbildung NEU. Das derzeitige Modell muss verbessert werden. Die Situation von Standorten, Kooperationen zwischen den Hochschulsektoren und Komplexität für Studierende ist so untragbar. „Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren sind ein Armutszeugnis des Österreichischen Hochschulsystems, die soziale Durchlässigkeit wird dadurch mit Füßen getreten. Die fehlende Ausfinanzierung kann nicht durch den Unwillen der Regierung gerechtfertigt werden, sondern muss endlich erfolgen!“, drängt Haas mit Nachdruck.

Vom neuen Infrastrukturminister Jörg Leichtfried erhofft sich die ÖH rege Zusammenarbeit und Einsatz für das österreichweite Studierendenticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Die parlamentarische Bürger_inneninitiative hat schon mehr als 20.000 Unterschriften.

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