Grüne fordern am Internationalen Tag gegen Homophobie gleiche Rechte

Dziedzic/ Kraus: Backlash verhindern oberste Priorität

Wien (OTS) - „Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie die Rechte von Lesben, Schwule, Bi, Trans* und Inter* Menschen wieder in Frage gestellt werden. Die bisher erreichte Gleichstellung ist mehr als fragil und der europaweite Rechtsruck wirkt sich besonders stark auf Menschenrechtsfragen aus“, zeigt sich Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne LGBTI Sprecherin am Internationalen Tag gegen Homo, -und Transphobie besorgt. Am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen. Das diesjährige Motto ist "Mentale Gesundheit und Wohlbefinden" und weltweit finden Aktionen statt, um auf die Situation von LGBTI Menschen aufmerksam zu machen.

"Europaweit und auch in Österreich gibt es wieder verstärkt Übergriffe auf LGBTI Personen, Initiativen und Vereine. Es besteht durchaus die realistische Möglichkeit eines rechtlichen Rückschrittes, das wird in Parteiprogrammen rechter Parteien in ganz Europa sichtbar. Ich sehe hier große Parallelen im Kampf um Frauenrechte, die auch immer wieder neu verhandelt werden müssen“ sagt die Bundesrätin, die auch Sprecherin der Grünen Frauen Wien ist, und weiter: „Dringend notwendig sind ein nationaler Menschenrechtsplan in den LGBTI Angelegenheiten und die Sichtbarkeit und Thematisierung von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität im Bildungsbereich, damit es kein Versteckspiel und zermürbende Coming-Outs mehr geben muss“, fordert Dziedzic.

Die Stadt Wien ist seit 2013 Mitglied im Europäischen Rainbow City Netzwerk und zeigt unter anderem damit beispielhaft auf, welche Möglichkeiten auf kommunaler Ebene bestehen. „Das rot-grüne Wien geht seit Jahren als Vorbild in Sachen LGBTI-Rechte voran und hat sich zum Ziel gesetzt, die Regenbogenhauptstadt Europas zu werden, in der Diskriminierungen keinen Platz haben“, sagt Peter Kraus, Gemeinderat und Landtagsabgeordneter in Wien. „Im rotgrünen Regierungsprogramm ist eine Vielzahl an konkreten Maßnahmen für mehr Weltoffenheit, Akzeptanz und Vielfalt festgehalten: Von der flächendeckenden Schulungen im Pflege- und Altersbetreuungsbereich über das „Bündnis gegen Homophobie“ bis hin zum Regenbogenfamilienzentrum. Gerade in politisch unruhigen Zeiten braucht es mutige Partnerinnen und Partner, um Grundrechte und Menschenrechte zu verteidigen."

In Wien findet heute um 17:00 Uhr auf der Mariahilferstraße eine Demo anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie (International Day against Homo-, Trans-, Biphobia, IDAHOT) statt. "Wir unterstützen die Demonstration und dürfen nicht zulassen, dass es hier zu einem Rückschritt kommt, bevor es die tatsächliche Gleichstellung gibt. Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass LGBTI-Personen in Österreich nicht wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden", so die Sprecherin der Grünen Andersrum Österreich und der Wiener LGBTI-Sprecher.

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