Preiner: Verantwortungsvolles Handeln ist gefragt - ÖVP-Agrarminister Rupprechter muss Taten setzen!

Auf rasche, seriöse Schadensfeststellung muss finanzielle Hilfe für betroffene Landwirte folgen

Wien (OTS/SK) - Der Frost Ende April 2016 war außergewöhnlich, seit 50 Jahren hat es keine ähnlichen Frostkatastrophen im April gegeben. Viele landwirtschaftliche Produkte, vor allem im Obst-, Freilandgemüse,- und Weinbereich haben größte Schäden bis ca. 80 Prozent erlitten, in vielen Gebieten kommt es sogar zu einem Totalausfall der Ernte. Die Folge ist, dass Landwirte in ihrer Existenz gefährdet sind und es auch zu Einkommensverlusten im Jahr 2017 kommt. „Da muss rasch und überlegt allen LandwirtInnen, die große und größte Schäden haben, geholfen werden“, ist SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner heute, Dienstag, überzeugt. ****

Preiner fordert, dass es zu einer weiteren Novellierung des Katastrophenfondsgesetzes kommt, auch muss es Anreize für Versicherungen gegen Frost geben. Das Burgenland weist in Summe 10.700 ha Weingartenflächen und 790 ha Obstanbauflächen auf. Vor allem Obstplantagen im ganzen Burgenland sind dem Frost in tiefen Lagen zum Opfer gefallen. Von den 40.000 ha Weingartenflächen und 12.000 ha Obstanbauflächen in Österreich sind ebenfalls ein Großteil der jungen Triebe erfroren, vor allem in tieferen Lagen. Erste Schätzungen beziffern die Schäden in der Landwirtschaft auf über 200 Mio. Euro österreichweit.

Erwin Preiner forderte im letzten Landwirtschaftsausschuss daher eine aktuelle Aussprache zur Frostkatastrophe, die von allen Parteien unterstützt wurde. Folgender Entschließungsantrag wurde im Landwirtschaftsausschuss beschlossen, nur die Neos stimmten dagegen:
„Die Bundesregierung wird aufgefordert, rasche und effiziente Maßnahmen in Bezug auf eine angemessene Entschädigung der von den Naturkatastrophen betroffenen land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, insbesondere der Wein- und Obstbauern, zu ergreifen. Zur Abmilderung der Situation, insbesondere für die Entschädigung von Frostschäden, sollen Mittel aus dem Katastrophenfonds im Rahmen einer Novellierung des Katastrophenfondsgesetzes bereitgestellt werden, soweit nicht Mittel der Europäischen Union dafür vorgesehen sind“.

Weiters fordert SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner:

  • Rasche Schadensaufnahme durch Experten der Landwirtschaftskammer und der Hagelversicherung bis Ende Mai/Anfang Juni.
  • Rasche Arbeit der eingerichteten Task-Force.
  • Einmalige Entschädigungszahlung auch für Betriebe, die nicht versichert sind und für Nebenerwerbsbetriebe
  • Anreize für Frostversicherungen müssen geschaffen werden, da aufgrund der Klimaänderung in Zukunft wahrscheinlich verstärkt mit Frost und Dürre zu rechnen ist.
  • Ein solidarisches Versicherungssystem soll eingerichtet werden, in das die LandwirtInnen einzahlen und jene Betriebe daraus Entschädigung bekommen, die von Schäden betroffen sind.

Preiner fordert Landwirtschaftsminister Rupprechter weiters auf, auch Mittel aus dem EU-Katastrophenfonds anzufordern und Finanzmittel aus dem Programm der ländlichen Entwicklung bereitzustellen. „Wer seriös und überlegt hilft, hilft doppelt“, so Preiner in Richtung VP-Landwirtschaftsminister Rupprechter. (Schluss) mb/rm/mp

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