- 03.05.2016, 15:31:09
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SPÖ-Bauern: Nein zu TTIP, das unsere hohen österreichischen Standards untergräbt
Etzenberger gegen Pestizide und Gentechnik - Friedrich: Voller Einsatz für BäuerInnen und KonsumentInnen – Preiner: „TTIP um jeden Preis wird es nicht spielen“
Utl.: Etzenberger gegen Pestizide und Gentechnik - Friedrich: Voller
Einsatz für BäuerInnen und KonsumentInnen – Preiner: „TTIP um
jeden Preis wird es nicht spielen“ =
Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Bauern sehen sich durch die aktuellen
Enthüllungen über bisher geheime Verhandlungspapiere zum geplanten
Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU in ihrer Kritik
an TTIP „massiv bestärkt“. Der niederösterreichische Landes- und
Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern, ÖKR Josef Etzenberger, betonte dazu
heute, Dienstag: „Wir haben uns von Anfang an klar gegen TTIP
ausgesprochen. Die gestern von der Umweltorganisation Greenpeace
veröffentlichten Papiere bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen.
Klar ist: Wir werden auch weiterhin alles daran setzen, dass es zu
keinem Freihandelsabkommen TTIP kommt, das unsere hohen
österreichischen Standards untergräbt.“ ****
Etzenberger betonte weiters, dass „die SPÖ-Bauern entschieden gegen
Pestizide, Gentechnik und Chlorhühner auftreten und auch in Zukunft
auf die Gefährlichkeit dieses Abkommens aufmerksam machen werden“.
Besonders kritisch sieht Etzenberger auch die Intransparenz der
Verhandlungen: „Insgesamt wären über 800 Millionen Menschen von TTIP
betroffen, intransparente Verhandlungen sind daher absolut
untragbar.“
Für Matthias Friedrich, Bundesgeschäftsführer der SPÖ-Bauern, müsse
der Schutz der BäuerInnen und KonsumentInnen im Vordergrund stehen
und nicht die Profitgier großer Unternehmen. „Die Bevölkerung
erwartet zu Recht, dass wir uns voll für eine regionale, ökologische
und gesunde Landwirtschaft und für den Erhalt des Feinkostladens
Österreich einsetzen“, sagte Friedrich, der sich im Interesse der
Bevölkerung auch von ÖVP und Wirtschaftskammer eine klare
Positionierung gegen TTIP erwartet.
Für SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner steht fest: „TTIP darf nicht zu
einer Aufweichung unserer hohen nationalen Standards in Sachen
Lebensmittelproduktion und Umwelt führen, die wir über Jahrzehnte
hart erkämpft haben. Ein TTIP um jeden Preis wird es nicht spielen“,
so Preiner, der davor warnte, dass TTIP auch gravierende Folgen für
unsere Biolandwirtschaft und bäuerlichen Familienbetriebe hätte. „Bei
Umsetzung von TTIP besteht die große Gefahr, dass unsere bäuerlichen
Klein- und Mittelbetriebe durch den Konkurrenzdruck seitens der
US-Agrarkonzerne unter die Räder kommen. Das ist ganz sicher nicht im
Interesse der ÖsterreicherInnen, die dank unserer Biolandwirtschaft
über hochwertige Lebensmittel aus heimischer Produktion verfügen
können“, so der SPÖ-Agrarsprecher. TTIP würde aber auch das hart
erkämpfte GVO-Verbot gefährden, zudem bestünde die Gefahr, dass
Lebensmittel – wie z.B. mit Wachstumshormonen erzeugtes Rindfleisch –
aus dem US-Markt zu Dumpingpreisen den Nationalmarkt überschwemmen,
so Preiner. (Schluss) mb/bj
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