SPÖ-Bauern: Nein zu TTIP, das unsere hohen österreichischen Standards untergräbt

Etzenberger gegen Pestizide und Gentechnik - Friedrich: Voller Einsatz für BäuerInnen und KonsumentInnen – Preiner: „TTIP um jeden Preis wird es nicht spielen“

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Bauern sehen sich durch die aktuellen Enthüllungen über bisher geheime Verhandlungspapiere zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU in ihrer Kritik an TTIP „massiv bestärkt“. Der niederösterreichische Landes- und Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern, ÖKR Josef Etzenberger, betonte dazu heute, Dienstag: „Wir haben uns von Anfang an klar gegen TTIP ausgesprochen. Die gestern von der Umweltorganisation Greenpeace veröffentlichten Papiere bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen. Klar ist: Wir werden auch weiterhin alles daran setzen, dass es zu keinem Freihandelsabkommen TTIP kommt, das unsere hohen österreichischen Standards untergräbt.“ ****

Etzenberger betonte weiters, dass „die SPÖ-Bauern entschieden gegen Pestizide, Gentechnik und Chlorhühner auftreten und auch in Zukunft auf die Gefährlichkeit dieses Abkommens aufmerksam machen werden“. Besonders kritisch sieht Etzenberger auch die Intransparenz der Verhandlungen: „Insgesamt wären über 800 Millionen Menschen von TTIP betroffen, intransparente Verhandlungen sind daher absolut untragbar.“

Für Matthias Friedrich, Bundesgeschäftsführer der SPÖ-Bauern, müsse der Schutz der BäuerInnen und KonsumentInnen im Vordergrund stehen und nicht die Profitgier großer Unternehmen. „Die Bevölkerung erwartet zu Recht, dass wir uns voll für eine regionale, ökologische und gesunde Landwirtschaft und für den Erhalt des Feinkostladens Österreich einsetzen“, sagte Friedrich, der sich im Interesse der Bevölkerung auch von ÖVP und Wirtschaftskammer eine klare Positionierung gegen TTIP erwartet.

Für SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner steht fest: „TTIP darf nicht zu einer Aufweichung unserer hohen nationalen Standards in Sachen Lebensmittelproduktion und Umwelt führen, die wir über Jahrzehnte hart erkämpft haben. Ein TTIP um jeden Preis wird es nicht spielen“, so Preiner, der davor warnte, dass TTIP auch gravierende Folgen für unsere Biolandwirtschaft und bäuerlichen Familienbetriebe hätte. „Bei Umsetzung von TTIP besteht die große Gefahr, dass unsere bäuerlichen Klein- und Mittelbetriebe durch den Konkurrenzdruck seitens der US-Agrarkonzerne unter die Räder kommen. Das ist ganz sicher nicht im Interesse der ÖsterreicherInnen, die dank unserer Biolandwirtschaft über hochwertige Lebensmittel aus heimischer Produktion verfügen können“, so der SPÖ-Agrarsprecher. TTIP würde aber auch das hart erkämpfte GVO-Verbot gefährden, zudem bestünde die Gefahr, dass Lebensmittel – wie z.B. mit Wachstumshormonen erzeugtes Rindfleisch – aus dem US-Markt zu Dumpingpreisen den Nationalmarkt überschwemmen, so Preiner. (Schluss) mb/bj

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