Was Energieversorger von Fröschen und Prinzen lernen können

Auf dem österreichischen Energiekongress EPCON 2016 wurden in diesem Jahr märchenhafte Erkenntnisse gewonnen

Wien (OTS) - Die Energiebranche ist im Wandel. Viele neue Dienstleistungen, technische Entwicklungen und neue Konkurrenz stellen Herausforderungen für die Branche dar. Wie diesen zu begegnen sei, wurde im Rahmen des diesjährigen Energiekongresses EPCON vom 27. bis 28. April 2016 heiß diskutiert. Dass es dabei auch durchaus zauberhaft zugehen kann, war wohl eine der Überraschungen des ersten Konferenztages. 

Von Fröschen ...

Es ist nicht anzunehmen, dass Frösche viel von Smart Metering, REMIT, MiFID oder Energieeffizienzgesetzen verstehen und doch drehte sich am Eröffnungsvormittag der EPCON 2016 in Mauerbach bei Wien alles um sie. Die Energiebranche sucht nach Wegen in die Zukunft und keiner der anwesenden Experten, Vorstände und Wissenschafter kam an den quakenden Amphibien vorbei. Denn, auch wenn die Tage der klassischen Energieversorgung in Zeiten von Prosumern, neuen Speichertechnologien und politisch motivierten Klima- und Energiezielen langsam zu Ende gehen, tummeln sich viele Geschäftsideen, Konzepte und Innovationen um den Energieteich. Nur eines fehlt diesen Fröschen: der Kuss einer Prinzessin. 

... und Prinzen

Der Eröffnungsredner des diesjährigen Plenums der EPCON 2016, Heiner Lütjen M.Sc. von der Universität Kiel, riet den rund 200 anwesenden Energiemanagern des Landes daher, so viele Frösche wie möglich zu küssen. Auch wenn sich nicht jedes Start-up in einen Prinzen verwandeln ließe, läge in ihnen der Schlüssel zu den Geschäftsmodellen von morgen. Es wäre fahrlässig, dieses Potential brachzulegen oder neuen Mitbewerbern zu überlassen. Dieses Bild wurde von der anschließenden Diskussionsrunde mit Ing. Mag. Horst Ebner (Salzburg AG), DI Philipp Elkuch, MBA (CSC Switzerland GmbH), DI Manfred Freitag (KELAG), Mag. Thomas Irschik (Wien Energie), Dr. Harald Proidl (E-Control) und Dr. Klaus Neuhäuser (B E T Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH) gerne aufgenommen. Dabei zeigte sich, dass die spezifischen Herangehensweisen an die Kundenansprüche durchaus unterschiedlich ausfallen. In Salzburg wurde mit Blick auf die Erfahrungen aus der Modellregion Köstendorf der Schluss gezogen, dass Kundenanspruch und
-wissen mitunter weit auseinander klaffen. Für Herrn Irschik heißt die neue Trias der Energieversorgung Nachhaltigkeit, Individualität und Komfort. Die Herausforderung sei dabei, jenen, die höchste ökologische Ansprüche an die Energie stellen und jenen, die einfach die billigste Energierechnung haben möchten, gleichermaßen gerecht zu werden. Unzweifelhaft erlebt die Branche einen Paradigmenwechsel hin zu einer serviceorientierteren Logik als bisher.

Wenn auch außer Frage stand, dass Energiedienstleistungen in Zukunft noch mehr Raum als bisher einnehmen werden, schwamm doch zumindest einer gegen den Strom – Herr Freitag machte nämlich deutlich, dass man das Kerngeschäft nicht aus den Augen verlieren dürfe. Schließlich seien die Versorgung von Industrieunternehmen und die Aufrechterhaltung der Infrastruktur gerade im ländlichen Raum weiterhin das A und O eines EVU.  

Im Anschluss verteilten sich die Teilnehmer auf die vier Fachkonferenzen der EPCON, wo – wie man hört – auch der eine oder andere Frosch seine Prinzessin gefunden haben soll.   

Der Energiekongress EPCON

Die EPCON fand vom 27. bis 28. April 2016 in Mauerbach bei Wien statt. Sie wird jährlich von der IIR GmbH veranstaltet und versammelt zahlreiche Energieexperten aus dem In- und Ausland. Die diesjährigen Schwerpunkte waren neue Geschäftsmodelle für den Energiemarkt der Zukunft, das Energieeffizienzgesetz, Smart Metering sowie REMIT Phase 2 und MiFID II.

Details unter www.iir.at/epcon-rb

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