Autobranche zeigt in der Wiener Hofburg ihre „Kronjuwelen“

37. Internationales Wiener Motorensymposium: Hochleistungsmotoren mit 12 und 16 Zylindern als Beispiele höchster Motorenbaukunst

Wien (OTS) - Wenn mehr als 1000 Motorenexperten aus aller Welt ihre Köpfe zusammenstecken und in Fachvorträgen technologische Errungenschaften in allen Details ausbreiten, geht es sehr oft um Begriffe wie „Downsizing“, um größtmögliche Wirkungsgrade kleiner Triebwerke und höchstmögliche Effizienz für die Mobilität der Massen. Doch die Automobilindustrie kann auch so richtig protzen und klotzen:
Wenn weder natürliche Ressourcen noch finanzieller Aufwand eine Rolle spielen, dann scheinen der Fantasie der Technik nach obenhin – dort, wo die Luft schon sehr dünn wird –, keine Grenzen gesetzt. Davon konnte man sich Donnerstag Nachmittag beim Internationalen Wiener Motorensymposium überzeugen, als die jüngsten Beispiele höchster Motorenbaukunst präsentiert wurden: Hochleistungsmotoren jenseits aller Vernunft, aber diesseits technischer Möglichkeiten, quasi die Kronjuwelen der Autobranche.

Bugatti Chiron: Supersportler mit 1500 PS

„Das Lastenheft für den Chiron lässt sich in einem Satz zusammenfassen und ist damit wahrscheinlich das kürzeste, das es je in der Automobilwelt gab: Wir machen das Beste spürbar besser.“ Dipl.-Ing. Wolfgang Dürheimer, CEO von Bentley Motors und Generalbevollmächtigter für das Thema Motorsport im Volkswagenkonzern, sprach diese Worte beim Motorensymposium in der Wiener Hofburg in seiner dritten Funktion. Als Präsident der Bugatti Automobiles S.A.S., der zum VW-Reich zählenden Automobilmanufaktur in Molsheim im französischen Elsass, präsentierte der Manager und Techniker das neu entwickelte Achtliter-16-Zylinder-Hochleistungstriebwerk des Bugatti Chiron. Erst unlängst hat der Supersportwagen auf dem Genfer Automobilsalon seine Weltpremiere gefeiert. Bei einem Nettopreis von 2,4 Millionen Euro (ohne Steuern) werden pro Jahr nur 50 Chirons gefertigt, die Auflage ist auf 500 Exemplare limitiert.

Entstanden sei der leistungsstärkste Serienmotor für den exklusivsten Supersportwagen der Welt, er definiere in jeder Hinsicht neue Maßstäbe. Mit seiner Maximalleistung von 1500 PS und beeindruckenden 1600 Nm unterstreiche der dank W-Bauform kompakt bauende Motor mit vier Turboladern sein Alleinstellungsmerkmal, führte Dipl.-Ing. Dürheimer aus. Das Wunderwerk an Technik verfügt unter anderem über eine Registeraufladung für gestaffelten Turbo-Einsatz, Duplex-Einspritzung mit zwei unterschiedlich spezifizierten Einspritzventilen pro Zylinder, und für die Motorsteuerung werden insgesamt 71 Sensoren eingesetzt, um das 16-Zylinder-Kraftwerk stets bei Laune zu halten.

Über die Verbrauchswerte des Chiron wird nobel geschwiegen, aber in Fachkreisen wird kolportiert, dass der 100-Liter-Tank bei Volllast gerade einmal für acht Minuten reicht. Eher eine theoretische Größe. Wo soll man denn mit 420 Stundenkilometer Geschwindigkeit acht Minuten am Stück fahren?

BMW und Aston Martin: Da wirken zwölf Zylinder fast schon klein

Ja, es gibt sie also noch, die hochgezüchteten, großvolumigen und vielzylindrigen Hochleistungsmotoren. Auch neue Triebwerke von BMW und Aston Martin, jeweils mit zwölf Zylindern, machten auf dem Motorensymposium von sich reden.

Auch im neuen BMW 7er wird das Topmodell von einem 12-Zylinder-Ottomotor angetrieben. Das 6,6-Liter-V12-Aggregat mit 441 kW/600 PS und 800 Nm Drehmoment sichere sich durch seine nochmals gesteigerte Dynamik in Verbindung mit reduziertem Kraftstoffverbrauch und herausragenden Komforteigenschaften den Spitzenplatz im BMW Efficient Dynamics Programm, führte Dr. Christian Landerl, Leiter Entwicklung Ottomotoren, BMW Group, in seinem Vortrag aus.

Für den heuer auf dem Markt kommenden DB11 setzt auch die Sportwagenschmiede Aston Martin bei ihrer Spitzenmotorisierung auf zwölf Zylinder. Der neue 5,2-Liter-Twinturbo-V12-Motor übernehme mit 608 PS und 700 Nm bei Einhaltung der globalen Schadstoffvorschriften die Klassenführung, betonte Dr. Brian Fitzsimons, Chefentwickler von Aston Martin. Preislich wird der DB11 über 200.000 Euro zu liegen kommen. Dafür bekommt man jedenfalls tollen Sound: Der Aston Martin V12 bleibe weiterhin der am besten klingende Motor im Markt, versprach Dr. Fitzsimons.

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