AVISO: 28. April: Workers’ Memorial Day – internationaler Gedenktag an verunglückte ArbeiterInnen

GBH/ÖGB/AUVA-Presseeinladung: 9.00 Uhr Standkundgebung und Errichtung eines Mahnmals aus Schutzhelmen beim Gedenkstein für tödlich verunglückte Bauarbeiter

Wien (OTS) - Mit dem Workers’ Memorial Day am 28. April soll die Öffentlichkeit auf tödliche Arbeitsunfälle, arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen sowie auf die Vermeidbarkeit der meisten Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten hingewiesen werden. Aus diesem Anlass veranstalten der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB), die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) am 28. April um 9.00 Uhr beim Gedenkstein für verunglückte Bauarbeiter im 10. Bezirk eine Standkundgebung sowie die Errichtung eines Mahnmals aus Schutzhelmen. Außerdem werden aktuelle AUVA-Statistiken für in Österreich verunglückte und verletzte Arbeiterinnen und Arbeiter präsentiert.

Datum: Donnerstag, 28. April, „Workers’ Memorial Day“
Beginn: 9.00 Uhr
Ort: Gedenkstätte für verunglückte Bauarbeiter (Wien 10. Bezirk, Keplerplatz, neben der Kirche)

Redner:
• Dr. Helmut Köberl, Generaldirektor der AUVA
• Erich Foglar, ÖGB-Präsident
• Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz

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Geschichte des Workers’ Memorial Day

Ins Leben gerufen wurde der Workers’ Memorial Day 1984 von der kanadischen Gewerkschaft für Angestellte im Öffentlichen Dienst (Canadian Union of Public Employees). Der Gewerkschaftsverband Canadian Labour Congress griff die Initiative im Folgejahr auf und erklärte den 28. April zu einem jährlichen Tag des Gedenkens. Mit dem Datum bezog man sich auf den Jahrestag des richtungsweisenden Workers Compensation Act von 1914, mit dem in Kanada eine Behörde für Arbeitsschutz eingerichtet wurde. 1991 verabschiedete das kanadische Parlament ein Gesetz, mit dem der 28. April zu einem offiziellen Arbeitergedenktag erklärt wurde (National Day of Mourning). Die ersten Jahre beschränkte sich der Workers’ Memorial Day auf den nordamerikanischen Raum, verbreitete sich schließlich aber weltweit. 1996 übernahm der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) den Workers’ Memorial Day und stellte ihn jährlich unter ein bestimmtes Thema, wie etwa ein weltweites Verbot von Asbest. 2001 erkannte auch die Internationale Arbeitsorganisation den Workers’ Memorial Day an, allerdings unter der Bezeichnung "Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz", und verkündete 2002, dass der 28. April ein offizieller Tag im Kalender der UNO sein sollte.

Heute finden am Workers’ Memorial Day Aktivitäten auf der ganzen Welt statt. Dazu gehören Kampagnen, Aufklärung am Arbeitsplatz, öffentliche Veranstaltungen, die Errichtung von Denkmälern, Kundgebungen und Demonstrationen bis hin zu vereinzelten Aktionen am Arbeitsplatz wie Streiks. 2003 wurde von der GBH ein Gedenkstein für verunglückte BauarbeiterInnen in Wien errichtet. Nach Angaben des IGB beteiligten sich im Jahr 2009 etwa 14 Millionen Menschen in über 100 Ländern an rund 10.000 Aktivitäten.

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft Bau-Holz, Thomas Trabi M.A., Tel. 0664 614 55 17, presse@gbh.at, www.bau-holz.at

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