AK zu Einigung beim Kinderbetreuungsgeldkonto: Es wird besser für die Familien

Wien (OTS) - Mit dieser Reform wird die partnerschaftliche Aufteilung der Karenz zwischen Eltern und die Vereinbarung von Beruf und Familien durch mehrere unterstützende Maßnahmen erleichtert, wie etwa durch den Familienzeitbonus, den Partnerschaftsbonus bei annähernd gleicher Aufteilung der Betreuungszeit oder der gemeinsame Bezug des Kinderbetreuungsgeldes für ein Monat. Die AK macht aber ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die Väter im Papamonat nicht ohne Kündigungsschutz sind. Denn kommt es wegen der Absicht oder der Inanspruchnahme des/der Papmonats/Familienzeit zur Kündigung, verstößt dies gegen das Gleichbehandlungsgesetz und kann beim Arbeitsgericht bekämpft werden.

„Aber wo Licht ist, ist auch Schatten“, sagt Alice Kundtner, Leiterin des Bereiches Soziales in der AK Wien. Bedauerlich ist, dass ein Rechtsanspruch auf das Papamonat fehlt und daher nur die wenigsten Väter dies im Betrieb verwirklichen können. Kritisch wird auch gesehen, dass längerer Krankenstand zum Verlust des Anspruchs auf einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld führt. Für UnionsbürgerInnen, die als GenzgängerInnen in Österreich arbeiten, bedeutet dies den völligen Ausschluss vom Kinderbetreuungsgeld, wenn sie länger krank sind - auch wenn ihr Dienstverhältnis weiterhin aufrecht ist.

Darüber hinaus fordert die AK für die bessere Verständlichkeit einen rechtsverbindlichen Online-Rechner, der Transparenz über die zu erwartende Geldleistung für die gewählte Bezugsdauer herstellt.

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