Kindergeld-Reform: FPÖ-Kitzmüller: Staat sollte sich nicht in familiäre Planung der Aufteilung der Karenzzeit einmischen

Wien (OTS) - „Erstens sollte sich der Staat am besten gar nicht in die familiäre Planung der Aufteilung der Karenzzeit einmischen, das muss Müttern und Vätern selbst überlassen bleiben. Sie sind mündig genug, die beste Entscheidung für ihre Familie zu treffen. Und zweitens ist der Partnerschaftsbonus per se eine Diskriminierung von Alleinerziehenden“, betonte heute FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller. „Auch wenn wir den endgültigen Text noch nicht kennen: Diese Kindergeld-Reform ist selbst nach den niedrigen Maßstäben der Regierung eine Pseudo-Lösung. SPÖ und ÖVP geht es offenbar nur darum, sagen zu können, sie hätten etwas getan – was genau und welche Auswirkungen es auf die Eltern hat, scheint für die Regierung zweitrangig“, so Kitzmüller weiter.

„Wer wann und wie lange in Karenz geht, ist aus unserer Sicht Privatsache. Aber wenn SPÖ und ÖVP schon meinen, sich einmischen zu müssen, sollten sie die Situation nicht verschlechtern, sondern verbessern. Alleinerzieherinnen, die die nunmehr von 30 auf 28 Monate gekürzte Variante des Kinderbetreuungsgeldbezugs in Anspruch nehmen, haben weiterhin nur 24 Monate Kündigungsschutz, und für den unsäglichen Papamonat, den Heinisch-Hosek aus rein ideologischen Gründen ja unbedingt haben will, gibt es gar keinen Kündigungsschutz“, so Kitzmüller. Der Partnerschaftsbonus gehe an der Lebensrealität vorbei: „Alleinerziehende, die niemanden haben, mit dem sie sich die Betreuung aufteilen können, haben es ohnehin schwer genug und werden jetzt auch noch bestraft. Eltern, die sich die Karenzzeit berufsbedingt nicht so aufteilen können, wie sich die Regierung das vorstellt, werden ebenfalls bestraft“, kritisierte Kitzmüller.

„Angesichts dieser Tatsachen ist die Behauptung der Regierung, das Kindergeld-Konto bringe ‚mehr Flexibilität, Fairness und Partnerschaftlichkeit für die Eltern‘ blanker Hohn“, so Kitzmüller.

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