Vorhofer Preis 2016 an Barbara Tóth

Wien (OTS) - Die Jury des Kurt-Vorhofer-Preises hat Barbara Tóth (FALTER) zur Preisträgerin 2016 bestimmt und begründet ihre Entscheidung folgendermaßen:

In wichtigen politischen Themen der vergangenen Monate - wie etwa Migration - hat Barbara Tóth journalistische Glanzpunkte gesetzt. Mit klaren Positionen bewies sie dennoch stets kritische Distanz in der Sache und hohes Differenzierungsvermögen. Ihre journalistischen Tugenden und Qualitäten wurden so deutlich sichtbar. Hintergründige Analyse, gepaart mit sprachlicher Brillanz, die soziale Verantwortung immer im Blickfeld, zeichnen die Arbeiten von Barbara Tóth aus. In einer oft hysterisch aufgeheizten Debatte war sie eine wohltuende Stimme journalistischer Vernunft.

Die studierte Historikerin Tóth erweckt trockene Materie zum Leben, in dem sie in origineller Weise Geschichte und Geschichten erzählt und über diesen Weg unerwartete Zusammenhänge und Perspektiven aufzeigt. Breite und Tiefe sowie überraschende Zugänge sind mit dem ihr eigenen Stil verbunden. Ihre Betrachtungen sind nie eindimensional, vielmehr legt sie neue Sichtachsen auf aktuelle Konflikte frei.

Ihre Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen schließt stets die eigene Rolle, den eigenen Beruf und die Rolle der Medien insgesamt mit ein. Sie reflektiert damit ihm wahren Sinn des Wortes und setzt so journalistische Standards. Tóth leistet auf diese Weise auch einen wichtigen Beitrag zur Glaubwürdigkeit des Qualitätsjournalismus.

Der Jury gehörten an: Wolfgang Anzengruber, Renate Graber, Sibylle Hamann, Michael Jungwirth, Hubert Patterer, Dwora Stein, Paul Vecsei, Eva Weissenberger, Astrid Zimmermann

Rückfragen & Kontakt:

Paul Vecsei +43 664/ 180 80 20
paul.vecsei@wienerzeitung.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002