Frauen auf der Flucht

Plattform „Mutternacht“ informierte im Vorfeld des Muttertags am 8. Mai im heutigen Pressegespräch über Schicksale werdender Mütter, Mädchen und Frauen auf der Flucht.

Wien (OTS) - „Mädchen und Frauen auf der Flucht sind häufig mit sexuellen Übergriffen, fehlendem Zugang zu Verhütungsmitteln sowie zu medizinischer und psychologischer Betreuung bei Missbrauch sowie bei Schwangerschaft und Geburt konfrontiert“, zeigt Petra Bayr, Mutternacht-Sprecherin und Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ auf. „Es ist dringend nötig, den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen sicherzustellen.“

Beatrix Bücher hat für CARE – die Hilfsorganisation hat bisher 2,3 Millionen Flüchtlingen in und um Syrien geholfen – die Studie „Women, Work and War“ geleitet, die sich mit syrischen Frauen im 6. Jahr des Kriegs beschäftigt. „Syrische Frauen und Mütter schultern den Großteil der Last von Krieg und Vertreibung“, so Bücher. „Die Frauen sind häufig allein für Kinder und Einkommen verantwortlich." Sie bräuchten u.a. materielle Hilfe und Berufstraining, um sicherer leben zu können.

Seit Dezember 2015 flüchten mehr Frauen und Kinder als Männer nach Europa. „Für Frauen, die flüchten, bestehen besondere Gefahren während der Flucht und in der Ankunftsphase. Sie brauchen geschlechtsspezifische Sozialarbeit und Unterstützung dabei, ihre neue gesellschaftliche Identität in Österreich zu finden“, sagt Anita Monika Jahrmann-Foidl vom Samariterbund, der in Österreich rund 40 Flüchtlingseinrichtungen betreibt. Sie leitet das „Haus Sidra“ für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Wien.

CARE-Helferin Sawsan Mohammed berichtet via Skype aus Jordanien: "Das Gesundheitssystem in Jordanien ist durch die langjährige Krise überlastet, das betrifft besonders die rund 300.000 weiblichen Flüchtlinge, darunter viele Schwangere und stillende Mütter. Sie brauchen entsprechende medizinische Versorgung und Betreuung im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit."

„Mutternacht“ lädt am 3. Mai zur ÖSTERREICH-PREMIERE der Filmdoku „Sisters“. Um 18.30 Uhr im Topkino (1060 Wien). Filminfo/Anmeldung: www.mutternacht.at ++ EINTRITT FREI! ++

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Katharina Katzer, CARE
Mobil: 0664/88731425, katharina.katzer@care.at

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