ÖGB-Anderl zu Kinderbetreuungsgeldkonto: Verbesserungen und Vereinfachung für Familien

Online-Rechner notwendig, damit sich Eltern Beträge ausrechnen können

Wien (OTS) - Über die heute von Familienministerin Sophie Karmasin und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentierten Vorschläge zur Kinderbetreuungsgeldreform zeigen sich die ÖGB-Frauen erfreut. „Wir haben von Anfang an auf eine verlässliche Lösung gedrängt. Eine Kranken- und Pensionsversicherung neben der Geldleistung während des Papamonats ist nicht nur sinnvoll und fair, sondern entspricht auch den Wünschen der Eltern. Das erleichtert Vätern die Entscheidung, die ersten entscheidenden Wochen mit Frau und Kind zu verbringen“, betont Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende in einer ersten Reaktion. „Väter sind in dieser Zeit nicht schutzlos, ein Motivkündigungsschutz wird über das Gleichbehandlungsgesetz gewährleistet. Dazu gibt es auch einen klaren Verweis in den Erläuterungen des Gesetzes.“

Dass die Dauer des Papamonats nun flexibler wird, ist ein weiterer positiver Schritt aus Sicht der ÖGB-Frauen. „Der Papamonat ist ein wichtiges Instrument für mehr Gleichstellung und führt dazu, dass sich Väter verstärkt der Kinderbetreuung widmen. Eine Familienzeit, die flexibel zwischen 28 und 31 Tagen in einem Zeitraum von 91 Tagen nach der Geburt konsumiert werden kann, schließt auch die in einigen Bereichen jetzt schon bestehenden Regelungen mit ein“, so Anderl. Die Einführung des Partnerschaftsbonus in Höhe von zusätzlich 1.000 Euro, wenn sich die Eltern die Betreuung im Verhältnis von mindestens 60:40 teilen, ist ebenso ein Erfolg. „Wir freuen uns, dass dieser Bonus nun auch beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld gelungen ist.“

Mit dem neuen Kinderbetreuungsgeldkonto erhalten nun alle dieselbe Geldsumme und können auch die Bezugsdauer wählen. Die ÖGB-Frauen begrüßen die Möglichkeit, die Bezugsdauer einmal verändern zu können, denn das macht es den Eltern möglich, ihre Lebensplanung, die sich immer wieder ändern kann, flexibler zu gestalten. „Um Eltern bei ihrer Entscheidung behilflich zu sein, ist ein vom Familienministerium zur Verfügung gestellter Online-Rechner, mit dem Eltern die Beträge ausrechnen können, absolut erforderlich“, so Anderl abschließend.

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