Schwentner: Papamonat ohne Rechtsanspruch und Kündigungsschutz ist halbe Sache

Grüne: Angleichung an Karenzdauer passiert wieder nicht

Wien (OTS) - "Ich verstehe die Not von SPÖ und ÖVP nach dem Wahldebakel endlich Ergebnisse präsentieren zu wollen. Aber offensichtlich ist der Regierung vor lauter Eile auf den letzten Metern die Luft ausgegangen. Ein Papamonat für alle klingt gut, aber ohne Rechtsanspruch und Kündigungsschutz bleibt er ein Luxusgut für jene, die einen toleranten Arbeitgeber haben. Alle anderen sind auf Zustimmung des Arbeitgebers angewiesen und riskieren eine Kündigung. Ich verstehe auch nicht, warum man sich auf die strenge Regelung der sieben Monate durchgängigen Beschäftigung davor versteift. Damit schließt man eine junge Generation von Vätern vom Papamonat und dem einkommensabhängigen Modell aus, die aufgrund der heutigen Arbeitsmarktsituation öfters Unterbrechungen in ihrer Erwerbsbiographie haben. Unser Ziel muss doch sein, dass möglichst viele Väter bei ihren Kindern sind und nicht möglichst wenige", meint die Familiensprecherin der Grünen, Judith Schwentner.

"Die Reform des Kinderbetreuungsgeldes wäre auch die große Chance gewesen, die Benachteiligung von Alleinerziehenden zu beenden und die Dauer von Kinderbetreuungsgeld und Karenz endlich anzugleichen. Eltern haben nur für zwei Jahre einen Kündigungsschutz, können aber weiterhin fast drei Jahre beim Kind zu Hause bleiben. Für einen guten Wiedereinstieg in den Beruf ist diese Regelung ein Problem. Für Alleinerziehende gibt es zwar minimale Verbesserungen. Aber ich lehne es ab, dass zusätzliche Monate nur in absoluten Härtefällen wie Tod des Partners und bei geringem Einkommen gewährt werden. Auch wenn der zweite Elternteil noch am Leben ist, brauchen Alleinerziehende unsere Unterstützung", sagt Schwentner.

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