„kreuz und quer“ am 26. April: „Bräute für den Dschihad“ und „Meine Freundin Marzia“

Wien (OTS) - Die Terrormiliz IS wirbt besonders aktiv und gezielt um westliche Frauen für ihren „Heiligen Krieg“ – als „Bräute“ für ihre Kämpfer. „kreuz und quer“ – präsentiert von Doris Appel – zeigt dazu am Dienstag, dem 26. April 2016, ab 22.35 Uhr in ORF 2 die Dokumentation „Bräute für den Dschihad“, die in eine eigene, verborgene Online-Welt eintaucht, die banale Teenager-Themen mit radikalen Botschaften verbindet – und die es schafft, innerhalb weniger Monate aus normalen Schülerinnen religiöse Extremistinnen zu machen. Um 23.25 Uhr folgt mit „Meine Freundin Marzia“ ein Porträt über eine jungen afghanische Fernsehjournalistin, das die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Männern und Frauen in einem krisengeschüttelten und gefährlichen Land wie Afghanistan zeigt.

„Bräute für den Dschihad“ – Ein Film von Fatima Salaria

Der sogenannte Islamische Staat (IS), die reichste und mächtigste Terrororganisation der Welt, hat große Teile des Iraks und Syriens zum Kriegsgebiet gemacht. Das Ziel der Dschihadistenmiliz: ein Gottesstaat, der den gesamten Nahen Osten umfassen soll. Raffinierte Online-Propaganda soll für Nachschub an Rekruten sorgen.

Was aber bringt Mädchen und junge Frauen dazu, sich der Terrormiliz anzuschließen? Mehrere hundert Frauen aus europäischen Ländern werden im IS vermutet. Die Dokumentation folgt den Spuren von fünf jungen Frauen aus Großbritannien, die ihre Familien verlassen haben, um als „Bräute“ für IS-Kämpfer am Aufbau des Kalifats mitzuwirken. Und sie zeigt am Beispiel einer Studentin aus Glasgow, wie diese Frauen selbst zu zentralen Akteurinnen der IS-Propaganda, zu erfolgreichen Anwerberinnen für die Terrororganisation werden.

„Meine Freundin Marzia“ – Ein Film von Kirsi Mattila

Im Zuge eines Afghanistan-Aufenthalts lernte die finnische Journalistin und Filmemacherin Kirsi Mattila die junge Fernsehmoderatorin Marzia kennen. Aus der Begegnung wurde Freundschaft – und Kirsi Mattila begann, ein filmisches Porträt der jungen Afghanin zu produzieren. „Meine Freundin Marzia“ zeigt das alltägliche Leben einer jungen Frau im Krisengebiet Afghanistan.

Marzia ist jung, intelligent und engagiert. Nach ihrem High-School-Abschluss beginnt sie bei einer afghanischen TV-Station als Moderatorin zu arbeiten. Und sie möchte studieren, um später einmal Rechtsanwältin zu werden – im Westen Normalität. Doch Marzia ist Afghanin, und in ihrem Heimatland, in dem ganz andere Gebote herrschen, sind ihre Zukunftspläne ein ehrgeiziges Ziel. Denn hier ist es Frauen verwehrt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In Afghanistan hat sich die Frau dem Mann unterzuordnen, ihr Platz ist zu Hause, bei der Familie.

Marzia hofft, dass sie ihr Leben anders, freier führen kann, und dass sie bei ihrem Verlobten Ramazan Unterstützung für ihre Zukunftspläne finden wird. Doch nach und nach muss Marzia erkennen, dass ihre Zukunftswünsche nicht in Erfüllung gehen werden. Bis sie sich schließlich mit ihrem Schicksal als Ehefrau und Mutter in einer männerdominierten Gesellschaft abfindet. Der Film von Kirsi Mattila wertet nicht, sondern zeigt auf sehr beeindruckende Weise die höchst unterschiedlichen Lebensrealitäten von Männern und Frauen in im krisengeschüttelten und gefährlichen Afghanistan.

Beide Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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