Yilmaz: Rassistische und sexistische Gewalt gehen in Österreich oft Hand in Hand

Zunahme rechtsextremer und rassistischer Delikte ist besorgniserregend

Wien (OTS/SK) - „Rassistische und sexistische Gewalt gegen Musliminnen gehen in Österreich oft Hand in Hand. Wenn ein gesellschaftliches Klima und ein Diskurs genährt werden, in denen beispielsweise Frauen, die Kopftuch tragen, als ‚fremd‘, als ‚anders‘ und als unerwünscht diffamiert werden, sinkt die Hemmschwelle, diesen Frauen Hass und Gewalt entgegen zu bringen“, kommentiert SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz einen Report über antimuslimisch-rassistische Gewalt in Österreich. ****

Die Zunahme rechtsextremer und rassistischer Delikte bereitet Yilmaz Sorge. „Rassismus ist nicht geschlechtsneutral. Um diese Gewalt einzudämmen, müssen mehrere Ebenen zugleich behandelt werden. Nicht nur brauchen wir antirassistische Sensibilisierungsarbeit, sondern auch Empowerment-Angebote für muslimische Frauen. Sie sollen innerhalb ihrer Familien als auch in der Öffentlichkeit gestärkt werden“, fasst Yilmaz zusammen. In diesem Zusammenhang fordert Yilmaz auch die Wiedereinführung des Rechtsextremismus-Berichts, der unter Schwarz-Blau abgeschafft wurde.

Die Abgeordnete kritisiert, dass gegenwärtig in Fragen der Sicherheitspolitik „häufig als selbstverständlich gilt, dass von MigrantInnen oder speziell Flüchtlingen Gefahr ausgeht. Wenn wir aber genau hinsehen, ist offensichtlich, dass es gerade diese Gruppen sind – und unter ihnen vor allem Mädchen und Frauen -, die von rassistisch motivierter Gewalt betroffen sind und die mit Vorurteilen behaftet werden“, bringt Yilmaz auf den Punkt.

Der Report, der von der Dokumentationsstelle für Muslime in Österreich in Zusammenarbeit mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) erstellt wurde, listet seit Dezember 2014 insgesamt 156 Fälle von rassistischen Übergriffen gegen MuslimInnen auf. Bei der Auswertung kam heraus, dass sich diese Übergriffe fast ausschließlich gegen Frauen richten. (Schluss) bj/kg/mp

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